Ingo Breuer

ARD

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80006 München

6. März 1997

Betreff: die Ausstrahlung des Fernsehfilms „Schrei nach Liebe“ zum Thema

Homosexualität mit Jürgen Prochnow am 5.3.1997 um 20.15Uhr

FÜR ein CHRISTliches Fernsehprogramm!

Sehr geehrte Damen und Herrn,

die Ausstrahlung des Fernsehfilms „Schrei nach Liebe“ ist ein erneuter gemeiner Angriff der Massenmedien auf unsere traditionellen, christlichen Werte. Kurzum: SUBVERSION. Ich bin äußerst empört darüber, daß Sie solch einen perversen und anstößigen Film auch noch während der Hauptsendezeit - zur Prime Time - ausstrahlen. Der Kölner Stadtanzeiger schreibt: Ein TV-Film über Homosexualität - das war 1977 ein Skandal. Und heute? Was mich betrifft, ich kann dieser modernen, kriecherischen Situationsethik nicht folgen. Was 1977 - zufälligerweise mein Geburtsjahr - unmoralisch und pervers war, ist auch heute unmoralisch und pervers, denn als Christ folge ich nicht den Forderungen dieser Welt, sondern den Forderungen des Herrn Jesus! Ich glaube an die zeitlosen und ewigen Werte, die Gott uns gegeben hat und die schon seit langem in unserer abendländischen Zivilisation verankert sind. Deshalb zähle ich mich nicht zu den Mitläufern, die 1977 Homosexualität abgelehnt haben, jedoch heute solche Perversion akzeptieren. Ich glaube an gottgegebene absolute Werte und nicht an mitläuferische Situationsethik/

Durch die Ausstrahlung von Filmen wie etwa „Schrei nach Liebe“ üben Sie als Massenmedium einen enormen sozialen Konformitätsdruck auf die Gesellschaft aus. Sie wissen ganz genau, daß der mitläuferische Massenmensch diesem Druck nachgeben wird und allmählich Homosexualität als „normal„ und „gut„ akzeptieren wird. Der bibeltreue Christ, der durch den Opfertod des Herrn Jesus Christus von der Macht der Sünde befreit ist, wird jedem moralischen Konformitätsdruck durch die Massenmedien (auch ARD) widerstehen und stattdessen auf die Worte des Schöpfers hören und an traditionellen, christlichen Werten festhalten. Sex, Gewalt und Profanität sind die drei Übel der Massenmedien. Diese Übel machen unsere Gesellschaft auf jeder Ebene krank und kaputt. Das fängt an in den Familien - dem Grundbaustein der Gesellschaft - und geht hinauf bis in die Weltpolitik. Da es höchste Zeit wird, diese Übel nun endgültig zu bekämpfen, habe ich Ihnen heute geschrieben mit der Forderung nach einem christlichen Fernsehprogramm. Halten Sie fest an christlichen Werten und bitte weigern Sie sich, irgendeiner subversiven Situationsethik Folge zu leisten. Dies erfordert ständige Wachsamkeit. Um Ihnen bei der Wachsamkeit behilflich zu sein, habe ich Ihnen einige interessante Anlagen zugeschickt, die sehr lesenswert sind. Darin finden Sie Informationen über Ihren Schöpfer und über Seinen Willen für Sie. Lesen Sie bitte darin. Ich werde Ihnen von nun an häufiger christliche Literatur in deutscher und englischer Sprache zusenden, damit wir den drei Übeln - Sex, Gewalt und Profanität - ein ENDE setzen. Die Massenmedien haben nicht das Recht, traditionelle, christliche Kultur zu vernichten!

Was sagt denn die Bibel zur Homosexualität?

Die Bibel hat bezüglich Homosexualität eine klare und unmißverständliche Botschaft. Gottes Wort ist unveränderlich und unfehlbar. Es gibt darin nur eine Wahrheit, die ich entweder befolge oder mißachte. Gottes Wort kennt weder politische Korrektheit noch irgendeine Form von Situationsethik. Im 3. Mose 18:22 steht geschrieben: „Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es.“ Bedarf dies weiterer Interpretation? Ist Gottes Wort noch nicht deutlich genug? Noch im Buch Genesis erfahren wir über Gottes Gericht über Sodom und Gomorra. Gen 18:20: „Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, wahrlich, es ist groß, und ihre Sünde, wahrlich, sie ist sehr schwer. Was für eine Sünde? Gen 19:45:„Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Knaben bis zum Greis, das ganze Volk, von allen Enden (der Stadt). Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, daß wir sie erkennen.“ Homosexualität in Sodom! Über das Schicksal der Stadt wissen wir Bescheid.

Jesaja 5:20 warnt uns: „Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem.“ Wenn Gott uns durch sein Wort reichlich zu erkennen gibt, daß Homosexualität eine Sünde ist, dann dürfen wir nicht den Fehler machen und das Böse „gut„ nenen, indem wir Homosexualität nur noch verharmlosend als alternativen Lebensstil bezeichnen.

Jesus Christus spricht deutlich zu uns und läßt uns wissen, daß es nur einen Lebensstil gibt. Mt 19:4-6: „Jesus aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein - so daß sie nicht mehr zwei sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ Jesus erklärt uns hier auf sehr eindringliche Art und Weise das Prinzip der Monogamie und der Heterosexualität.

Im ersten Kapitel des Römerbriefs spricht Paulus nicht etwa von einem „alternativen Lebensstil„, der blindlings und achtlos toleriert werden muß unter Androhung juristischer Konsequenzen bei „Intoleranz„, sondern Paulus ermahnt kritisch (Röm. 1:24-27, 32): „Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen, in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändlichen Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, und sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn in ihrer Verirrung an sich selbst... Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, daß die, die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun.“

Lassen wir uns nicht von moderner - jedoch falscher - Situationsethik einfangen. Traditionell wurde in unserer westlich-christlichen Zivilisation die Homosexualität immer als Sünde enttarnt. Ein christliches Gewissen empfindet Abscheu gegenüber solcher Perversion, jedoch drängt uns die Liebe Christi dazu, den Homosexuellen zu ehrlicher Reue zu bringen, damit Gott ihm wie auch uns vergibt und ihn errettet. „Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht - durch Gnade seid ihr errettet.“ (Eph 2:5) „Ihr habt (Christus) doch gehört und seid in ihm gelehrt worden, wie es Wahrheit in Jesus ist: daß ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunderichtet, dagegen erneuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Eph. 4:21-24) Die moderne Situationsethik zwingt uns jedoch, die „betrügerischen Begierden“ anzunehmen und schließt die oben genannte „wahrhaftige Gerechtigkeit und Heiligkeit“ aus, denn jetzt sei angeblich urplötzlich die Zeit gekommen, in der wir Homosexualität neuerdings als moralisch vertretbar beurteilen sollen - entgegen den bewährten, über Jahrhunderte hinweg üblichen grundlegenden christlichen Prinzipien. Damit noch nicht genug. Nicht nur den Homosexuellen sollen wir mehr Freizügigkeit einräumen, sondern darüber hinaus sollen heute nach Ansicht der Feministinnen „die patriarchalische Strukturen in Kirche und Gesellschaft überwunden werden“ (siehe Kölner Stadtanzeiger, „Kirchenfrauen wehren sich gegen ‚Christus‘„ von Beate Ramm). Vor allen Dingen das biblische und bewährte christliche Konzept von Ehe und Familie ist heute einem ständigen Dauerfeuer seitens der Medien, der Politik, der öffentlichen Schulen und teilweise sogar schon der Kirche ausgesetzt. Als Christen jedoch dürfen wir diesen modernen moralischen Trends, dieser trügerischen Situationsethik, nicht als dumme Mitläufer Folge leisten. Denn was passiert, wenn eine solche Flucht vor moralischen Beschränkungen akzeptiert wird? Ein vollständiges moralisches Wertesystem verschwindet rapide und wird durch ein chaotisches, inkonsequentes und unbestimmmbares Aggregat von individuellen Werturteilen ersetzt. Opportunismus, militanter Ikonoklasmus, Verantwortungslosigkeit und Orientierungslosigkeit sind dabei die Risiken und Nebenwirkungen. Mit Langzeitfolgen haben wir zu rechnen! Sind dies die glorreichen Aussichten für das 21. Jahrhundert nach Christus?

Gott segne Sie!

Ingo Breuer

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