Ingo Breuer

An die Familienministerin

Frau Christine Bergmann

Rochusstr. 8-10

53123 Bonn

27. Dezember 1998

Ablehnung des Tötungsmittels RU 486

Sehr geehrte Frau Bergmann,

in den Medien wurde berichtet, daß Sie nicht bereit sind, mit den Vertretern der katholischen Deutschen Bischofskonferenz über die Reform des Abtreibungsrechts zu diskutieren. „Ich wüßte gar nicht, worüber wir reden sollen„, erklärten Sie gegenüber dem InfoRadio Berlin-Branden-burg.

Mit dieser Weigerung begehen Sie einen schweren politischen Fehler. Da wir in einem demokratischen Staat leben, können Sie nicht ohne weiteres die Anliegen Ihrer christlichen Mitbürger ignorieren und statt dessen Ihr Amt dazu mißbrauchen, die familienfeindliche feministische Ideologie auszubreiten.

Da die Bundesrepublik ein Rechtsstaat ist, sind Sie vielmehr dazu verpflichtet, den Schutz des Lebens, den unsere Verfassung garantiert, sicherzustellen. Das gilt auch für die ungeborenen Kinder!

Durch die Einführung der Tötungspille RU 486 wird das tausendfache Morden der ungeborenen Kinder zu einem schmerzlosen Ritual für die Frau, aber zu einem Todeskampf für das gerade entstandene Leben. Die Grausamkeit der Abtreibungen liegt in der stillen Diskretion des Tötens. Die Mitläufer in diesem Lande üben sich im feigen Schweigen gegenüber dem Holocaust an den Ungeborenen.

Ergreifen Sie jetzt die Initiative und setzen Sie sich für den Schutz der ungeborenen Kinder im Mutterleib ein. Es ist ein grausames Verbrechen, daß die schwachen und wehrlosen Glieder unserer Gesellschaft rücksichtslos im Mutterleib getötet wird. Dafür muß Deutschland einmal Rechenschaft abgeben vor dem Richterstuhl Christi.

Mit den Vertretern der katholischen Bischofskonferenz brauchen Sie nicht zu diskutieren, sondern beten Sie mit den Bischöfen. Demütiges Gebet zum Schöpfer ist wirkungsvoller als politisch korrektes Geschwätz. Kommen Sie jetzt zu Jesus. Verteidigen Sie jetzt mit aller Kraft das Lebensrecht der Ungeborenen.

Es grüßt Sie in der Liebe Christi,

Ingo Breuer

Anlagen

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