Monatsarchiv für November 2008

Nov 20 2008

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Ingo Breuer

Hausschuleltern bitten in den USA um politisches Asyl

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Die US-Organisation spricht von „Verfolgung“ in Deutschland.

P u r c e l l v i l l e (idea) – Politisches Asyl in den USA hat eine christliche Familie aus Baden-Württemberg beantragt, weil sie in Deutschland ihre fünf Kinder nicht zu Hause unterrichten darf. Das berichtet die US-Organisation HSLDA (Homeschool Legal Defense Association – Vereinigung zur Verteidigung von Hausunterricht) mit Sitz in Purcellville (Bundesstaat Virginia).
Danach sei das Ehepaar Uwe und Hannelore Romeike (Bissingen bei Esslingen) im August in die USA geflohen, wo Hausunterricht erlaubt ist. Im Bundesstaat Tennessee würden sie von der HSLDA betreut, die auch das Asylgesuch unterstütze. Nach Ansicht der Organisation hat die „Verfolgung“ von Hausschuleltern in Deutschland zugenommen. Sie würden zu Geldstrafen verurteilt, ins Gefängnis gesteckt, oder ihnen werde das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen. In den Vereinigten Staaten nehmen etwa zwei Millionen Kinder am Hausunterricht teil. Die Musikpädagogen Uwe und Hannelore Romeike sind Mitglieder einer evangelischen Brüdergemeinde. Sie unterrichteten ihre Kinder mit Materialien der staatlich nicht anerkannten Philadelphia-Schule (Siegen). Vor zwei Jahren hatte die Polizei drei Kinder aus der Wohnung geholt und zur Grundschule gefahren. Einige Tage danach verhinderten Nachbarn eine Wiederholung der Aktion, indem sie den Zugang zur Wohnung der Familie blockierten. Die Behörden drohten jedoch mit weiteren Maßnahmen, etwa dem Entzug des Sorgerechts und Ordnungsstrafen von 90 Euro pro Fehltag.

Zu wenig christliche Werte
Gegenüber idea hatten die Eltern den Hausunterricht unter anderem damit begründet, dass die Kinder auf dem Schulhof und -weg immer wieder Gewalt und Mobbing ausgesetzt seien. Außerdem sei nicht erkennbar, dass der Auftrag der Landesverfassung, Kinder zur Ehrfurcht vor Gott zu erziehen, an der Schule umgesetzt werde. Christliche Werte wie Nächstenliebe, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit oder Ehrfurcht und Respekt vor Erwachsenen würden nicht genügend vermittelt. Stattdessen seien Kinder zunehmend esoterischen und okkulten Einflüssen ausgesetzt. „Wir wollen, dass unsere Kinder in Schule und Familie nach christlichen Grundsätzen aufwachsen“, sagte Hannelore Romeike. Im Januar war das Ehepaar Klaus-Dieter und Kathrin Landahl (Altensteig/Schwarzwald) nach Großbritannien ausgereist, um dort ihre Kinder selbst unterrichten zu können. Ein Gericht hatte ihnen in einem Eilverfahren das Sorgerecht für ihre schulpflichtigen Kinder teilweise entzogen. In wird Hausunterricht rund 160.000 Kindern erteilt. Auch in anderen europäischen Ländern wie Dänemark, Finnland und Österreich dürfen Eltern ihre Kinder selbst unterrichten.

http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=70179&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=c9a98cebfe

Weitere Informationen in Englisch sind auf der Website von HSLDA unter http://www.hslda.org/hs/international/Germany/200811170.asp zu finden.

ACHTUNG!
Dieser Autor lebt seit 8 Jahren als Deutscher in Tennessee und hat festgestellt, daß die USA kein dauerhaftes Asyl für Verfolgte und sonstige Glaubensflüchtlinge bietet. Auch wer in den USA zu Hause unterrichtet, wird seine Kinder nicht vor moralischen Zerfallserscheinungen schützen können. Gerade im US-Bundesstaat Tennessee sind Scheidungs- Krankheits-, Kindstod-, Bankrottraten am höchsten in den USA. Die Zersplitterung der Christen in kleinste, in der Lehre zerstrittene Kirchencliquen führt zu erheblichen Spannungen in den Familien. Für Deutsche ist es nicht nachahmenswert, daß es in einer Kleinstadt von 3000 Leuten über ein Dutzend Gemeinden gibt, die oft nichts miteinander zu tun haben, gegeneinander aufhetzen. Prediger sind hier manchmal die schlimmsten Hetzer seit Göbbels. Da blickt auf sehnsüchtig auf deutsche Dörfer mit nur einer Dorfkirche. Die amerikanische Evangelisationsmethode des mit der Hölle drohen, um zum schnellen Abschluß zu kommen – wie beim Gebrauchtwagenhändler – um dann den Zehnten schnell zu kassieren, ist auch fragwürdig. Es ist schon lachhaft wie amerikanische Christen den Zehnten biblisch begründen, aber dann halten sie fast nie Abendmahl. Jesus sagte: Dies tut zu meinem Gedächtnis. Aber hier tut’s kaum einer. Die Leute hier sind überpredigt. Manche Chhristen sind so überdreht, wie die Nazis im Berliner Sportpalast als Göbbels die zehn Fragen stellte einschließlich der Frage nach dem totalen Krieg.

Wünscheswert wäre es, wenn Deutschland endlich Bildungsfreiheit anerkennt. Der jetzige Zustand der Unfreiheit ist nicht akzeptabel. Niemand soll sich aber von den USA versprechen, daß von hier die Hilfe kommt. Hinter der Maske der frommen Überfreundlichkeit verbergen sich leider oft leere oberflächliche Menschen. Davon zeugen die schmucklosen Kirchen in den USA, die ja leider nur reine Predigthörsäle sind. So schmucklos und leer die weißgetünchten Wände dieser Räumlichkeiten, so leer sind oft auch die Menschen. Jesus vergleicht die weiße Tünche auch mit heuchlerischer Frömmigkeit. Mt. 23:37 & Apg. 23:3.

Hier in den USA habe ich schon mehrfach gesehen, wie christliche Familien aus den bibeltreuesten Kreisen auseinanderfielen, wegen negativer gesellschaftlicher Kräfte. Meistens aber ist es: Arbeitslosigkeit, mangelnder sozialer Halt, myspace, Fernsehsendungen, Materialismus, gesetzliche Frömmlerei, Hetzen und Schwätzen, Klatschen und Tratschen unter Christen. Diese Moralvernichtungswaffen sind hier überall aufzufinden. 1. Kor. 15:33,34.

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Nov 12 2008

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Ingo Breuer

Unterschriftenaktion gegen UN- Recht auf Abtreibung

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Am 10. Dezember 2008 feiert die UNO das sechzigjährige Jubiläum der Deklaration der Menschenrechte. Aus diesem Anlass planen verschiedene Abtreibungsorganisationen, unter anderem die International Planned Parenthood Federation und Marie Stopes International (die in Österreich unter anderem die Fleischmarktklinik betreibt) eine Kampangne, mit der das Recht auf Abtreibung in den Katalog der Menschenrechte aufgenommen werden soll. Wie die Erfahrung im Europarat zeigt, haben sie damit gute Aussichten auf Erfolg.

C-FAM (Catholic Family & Human Rights Institute), eine Pro Life Organisation, die sich speziell mit der Sozialpolitik der UNO beschäftigt, führt nun eine Unterschriftenaktion durch, mit der das Recht auf Leben auch für ungeborene Kinder gesichert werden soll. Ich bitte Sie alle, diese Aktion zu unterstützen und Ihre Freunde in aller Welt einzuladen, ebenfalls zu unterschreiben.

Die Petition kann im Internet unterschrieben werden:
http://www.c-fam.org/publications/id.95/default.asp

Text der Erklärung:

Internationaler Aufruf fuer die Rechte und Wuerde des Menschen und der Familie

Wir, als Buerger von Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, im Jahr des sechzigsten Jubilaeums der Allgemeinen Erklaerung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen angenommen und verkuendet wurde,

rufen in Erinnerung,

dass die Allgemeine Erklaerung der Menschenrechte eine gemeinsame Errungenschaft und ein gemeinsamer Standard fuer alle Voelker und Nationen ist,

im Bewusstsein,

dass Menschenrechte und Menschenwuerde, Freiheit, Gleichheit, Solidaritaet und Gerechtigkeit das geistige und moralische Erbe bilden, auf dem die Vereinten Nationen basieren,

betonen,

dass gebuehrende Ruecksicht genommen werden muss auf

1. das Recht auf Leben jedes Menschen, von der Empfaengnis bis zum natuerlichen Tod, wobei jedes Kind das Recht hat, innerhalb der Familie empfangen, geboren und erzogen zu werden, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau basiert, und die Familie die natuerliche und grundlegende Einheit der Gesellschaft ist,

2. das Recht jedes Kindes, von seinen Eltern erzogen zu werden, die das vorrangige und grundlegende Recht haben zu entscheiden, welche Art der Erziehung ihren Kindern zuteilen werden soll.

Daher richten wir die Aufforderung

an alle Regierungen, die Allgemeine Erklaerung der Menschenrechte richtig auszulegen, insbesondere dass

jeder das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person besitzt (Artikel 3),

volljaehrige Maenner und Frauen ohne Beschraenkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehoerigkeit oder der Religion das Recht haben, zu heiraten und eine Familie zu gruenden (Artikel 16),

die Familie die natuerliche Grundeinheit der Gesellschaft ist und Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat hat (Artikel 16),

Muetter und Kinder Anspruch auf besondere Fuersorge und Unterstuetzung haben (Artikel 25),

die Eltern ein vorrangiges Recht haben, die Art der Erziehung zu waehlen, die ihren Kindern zuteil werden soll (Artikel 26).

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