Monatsarchiv für Februar 2009

Feb 13 2009

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Ingo Breuer

Ist Glaube Privatsache?

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Hören Sie eine Botschaft über das weitverbreitete Vorurteil, daß Glaube und Religion “Privatsache” seien. Dabei geht es uns alle an! Es ist vor allen Dingen wichtig, daß der Glaube an Jesus Christus persönlich beginnt und sich dann nach außen in die Öffentlichkeit auswirkt. Glaube folgt nach und hat Folgen:

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Feb 02 2009

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Ingo Breuer

Maßlose Kritik der Medien

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Es ist immer wieder erstaunlich, wie gerne Menschen das Baby gleich mit dem Badewasser auskippen. Es liegt in der Natur des Menschen, sich von mißliebigen Personen oder Dingen loszusagen, indem man mit kleinen Nebensächlichkeiten die Hauptsache angreift.
Ein gutes Beispiel ist zur Zeit die Behandlung des katholischen Oberhauptes, weil er einen angeblichen Holocaust-Leugner begnadigt hat. Wieder ein gefundenes Fressen für die Trüffelschweine, die überall nach Gelegenheit zur Kritik wühlen.
Es ist eine innerkatholische Angelegenheit, wie etwa mit dem alten lateinischen Ritus umgegangen wird, den die Píusbruderschaft weiterführt. Die Aufhebung der Exkommunikation wurde gemeint als Dialogbereitschaft mit den Katholiken, die dem alten Ritus treu geblieben sind und nicht als Bejahung der Holocaust-Leugnerei eines unverbesserlichen Einzelnen.
Jetzt ist es fast lächerlich, wie die Kritiker des Papstes sich selber zu unfehlbaren Päpsten aufplustern und Benedikt XVI Vorschriften machen, was er zu tun hätte und bei wem er sich zu entschuldigen hätte. Für mich als Nichtangehöriger der Katholischen Kirche ist aber am schlimmsten die mangelnde Linientreue innerhalb der katholischen Kirche. Ich würde nicht einer Kirche angehören wollen, wo die Bischöfe gegen ihr eigenes Oberhaupt hetzen, das sie ernannt hat und dem sie zu dienen haben. Viele Leute wissen nicht mehr, was es heißt, unter Autorität zu sein. Wer sich katholisch nennt, der muß auch der Lehre folgen. Es gibt nur zwei Wege: Entweder du bist unter Kontrolle, oder du bist außer Kontrolle. Ein Fahrzeug ist außer Kontrolle, wenn jemand nach links lenkt, aber die Räder drehen nach rechts. Wer nicht treu in der katholischen Kirche dienen kann, der muß sich eine andere Kirche suchen, in der er Gott recht dienen kann, aber diese interne Aufsässigkeit ist ein Übel. Man sollte nicht den eigenen Leuten in den Rücken fallen. Es führt die Gläubigen in einen unnötigen Gewissenskonflikt, wenn immer ein Unterschied zwischen “offizieller Lehrmeinung” und einer “lokalen Vor-Ort-Meinung” existiert. Dies rührt oft daher, daß die Richtschnur für den Glauben, die Bibel, einfach nicht beachtet wird. Das ist auch die Krise der katholischen Kirche. Scheinbar dämmert es jetzt vielen Katholiken, daß das 2. Vatikanische Konzil sehr stark vom Modernismus geprägt war und man seitdem an alles und nichts glauben kann. Es herrscht ein richtiges Verwirrspiel in Fragen, was die Katholiken glauben. Ein Vertreter dieser Pius-X-Bruderschaft sagt mit recht: “In diesem Modernismus kann man nichts verstehen: Eine Seite sagt die Wahrheit. Dann blättert man – und findet man das Gegenteil.” Würde das autoritative Wort der Bibel an seinen gebührenden Plaz gestellt, so käme es nicht zu diesen Verwirrungen. Beispiel: die Taufe. Praxis ist bei Katholiken heute die Säuglingstaufe. In seinem Buch “Jesus von Nazareth” spricht Benedikt XVI aber ganz selbstverständlich davon, daß die Christenheit anfing mit der Taufe von erwachsenen Gläubigen durch Untertauchen, wie es das Wort Taufe auch meint. Das heißt, es werden solche getauft, die auch bewußt zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind. Hier herrscht also innerhalb der kath. Kirche in ziemliches Verwirrspiel. Weil die Autorität der Bibel nicht gebührend berücksichtigt wird, scheint es also innerhalb der Kirche eine Art Konkurrenzkampf zwischen Traditionalisten und Modernisten zu geben. Das 2. Vatikanische Konzil war der Trumpf der Modernisten. Anderes Beispiel: Abtreibung: Offiziell ist die Kirche gegen Abtreibung, aber in Deutschland stellt sie Beratungsscheine aus, mit denen die “straffreie” Tötung eines Ungeborenen vorgenommen werden kann. Bekennt sich dann ein Bischof in Deutschland öffentlich zur offiziellen Kirchenlehre, wird er von seinen Kollegen abgekanzelt. Es ist ein völliges Verwirrspiel. Hier muß Ordnung und Kontrolle wiederhergestellt werden. Gott ist kein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens. 1. Kor. 14:33. Wir können Gott dafür danken, daß wir die inspirierte Heilige Schrift haben (2. Tim 3:16,17), die uns zur Lehre, Strafe, Besserung und Unterweisung dient. Wir haben das Privileg, dieses Wunder Gottes in Händen halten zu können, womit wir die Zeichen der Zeit beurteilen können.

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
Die gegenwärtige Kampagne der Medien gegen Benedikt XVI. steht nicht im Verhältnis zu dem, was Benedikt XVI wirklich getan hat. Hier wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Es wird eine Welle der Hysterie über eine Sache ausgelöst, die für den Normalbürger, der sowieso nichts mit der Kirche zu tun hat, nichts zu bedeuten hat. Lächerlich ist, wie diejenigen, die sonst systematisch die Kirche ignorieren und auch nichts mit dem Glauben zu tun haben, sich zu inquisitorischen Richtern über die Kirche erheben. Sie mischen sich gerne in fremde Dinge ein, die sie nicht betreffen und sie auch nichts angehen.

Auffällig ist jedoch, wie die Massenmedien geschwiegen haben, als Papst Benedikt XVI. sich in einer Videobotschaft an hunderttausende Katholiken in Madrid richtete. Dort fand eine Art Messe gegen Abtreibung und Homo-Ehe statt. In Madrid protestierten hunderttausende Katholiken gegen die Familienpolitik der regierenden Sozialisten. Hier bekannten sich Katholiken öffentlich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, gegen Abtreibung, und propagierten die “stabile Verbindung von Mann und Frau”. Hier sind die Worte Benedikts: “Lasst die Liebe, die Offenheit für das Leben und die unvergleichbaren Verbindungen, die Eure Haushalte einen, nicht zugrunde gehen.” Hierüber sollten unser Medien einmal bitte berichten. Was können wir praktisch dafür tun, daß diese Verbindungen eben nicht zugrunde gehen? Wie funktionert das? Was sagt die Bibel dazu? Was ist Gottes Wille?

Die gleichen Medien, die jetzt eine kircheninterne Entscheidung lautstark veröffentlichen und eine Welle der Empörung darüber auslösen, haben die Veranstaltung in Madrid fast völlig ignoriert oder – nach altgewohnter Strategie – nicht ernstgenommen und verspottet. Das ist eine unausgewogene Berichterstattung. Es fehlt das Maß. Verhältnismäßig wäre es richtig, wenn man eine Großveranstaltung wie in Madrid nicht ignoriert, sondern das Signal, das die Katholiken dort gesetzt haben, ernst nimmt. Hier hat sich die Kirche bewußt an die Öffentlichkeit gewandt, aber die Medien waren zu bockig, diese Art von Botschaft zu berichten, denn es ist ja nicht politisch korrekt, pro Familie, pro Ehe und gegen Homoperversion zu argumentieren. Man will konservative Christen in den Medien nicht zu Wort kommen lassen, es sei denn, es handelt sich um negative Berichterstattung. Es wird scheinbar alles Mögliche unternommen, um junge Leute davon abzuhalten, sich für ein christliches Leben gemäß Gottes Wort zu entscheiden. Es paßt nicht in den Kopf der modernen Menschen, daß sich in Madrid hunderttausende Demonstranten sammeln, um sich für das traditionelle Bild der Familie zu bekennen. Der moderne Mensch mit verdorbener Gesinnung würde lieber Hunderttausende dagegen versammeln oder die entsprechende Versammlung mit Polizeigewalt auflösen auf die kölsche Art (Anti-Islamisierungs-Kongreß). Der modernde gottlose Mensch kann es nur dulden, daß sich Hunderttausende versammeln für Schwulenparaden, linksliberale US-Obamessias oder Demos gegen “Rechts”, d. h., wer nicht politisch korrekt ist, der wird pauschal als “rechts” abgestempelt (Eva Hermann und nun Benedikt XVI).

Glaube & Medien: Eine besserer Weg
Anstatt diese demoralisierende und maßlose Medien-Kampagne gegen Benedikt XVI. fortzuführen, schulden uns die modernen Massenmedien eine detaillierte und ausführliche Präsentation über die christlichen, biblischen Tugenden, zu denen sich die Hunderttausende von Madrid bekannt haben. Eine überraschende Samstagsabendsendung in der die Gebote Gottes und die Gnade Gottes im Mittelpunkt stehen. Die Werte und Glaubenslehren, die in Medien, Politik und Schule immer wieder als “überkommen” degradiert werden, brauchen einmal mehr Sendezeit. Die Medien dürfen nicht zum Helfershelfer der Entchristlichung Europas werden. Hierzu muß einmal statistisch erhoben werden, wieviel Sünde pro laufende Fernsehstunde gezeigt wird und wie sich diese Rate über die Jahre verändert hat. Die Auflistung in Römer 1:29-31 soll Maßstab für diese statistische Erhebung sein. Sendungen wie Seifenopern, Krimis und Schwätzsendungen treiben diese “Gottlosigkeitsrate” in die Höhe. Dann muß aufgelistet werden, welche Unternehmen ihre Werbung um Programme mit hoher Gottlosigkeitsrate plazieren. Das wird mein persönliches Nachfrageverhalten nachhaltig prägen.

Letztlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder den christlichen Glauben in den Medien ernstnehmen und präsentieren oder die Dominanz der Medien schwächen, indem man wie früher wieder Sendepausen einführt, wo morgens, nachmittags und nachts nur ein Testbild zu sehen war, und das war gut so. Die pausenlose Berieselung ist schon ein Problem an und für sich, das viele Menschen krank macht. Es muß die Aus-Zeit geben. Sendepausen wie früher können auch Kosten senken für die Sender. Ich würde gerne einmal wissen, ob die jungen Leute heute noch wissen, was ein Pausenzeichen ist.

Jesus sagt: “Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona.” Mt. 12:39. Jona war drei Tage im Bauch des Fisches und ging dann hin und predigte den Heiden in Ninive die Buße zu Gott. Das ist ein alttestamentliches prophetisches Bild dafür, daß Jesus Christus 3 Tage und drei Nächte im Schoß der Erde blieb, bis Er auferstand und nun das Evangelium allen Heiden zur Buße zu Gott gepredigt wird. Das Zeichen ist also Kreuz, Begräbnis und Auferstehung Christi (1. Kor. 15:1-4). Den Medien wünsche ich, daß sie einmal angemessen über das Zeichen des Prophten Jona berichten oder ansonsten ein Pausenzeichen senden, denn die Zeichen der Zeit erfassen sie nicht und der Botschaft der Bibel dulden sie keine Sendezeit.

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