Jul 30 2009
Warum soziale Hetzwerke die Menschenwürde verletzen und der Völkerverständigung schaden …
Besonders viele junge Menschen legen im Internet Profile über sich selbst bei sogenannten “sozialen Netzwerken” an. Schon allein der Begriff “soziales Netzwerk” ist eine täuschende Verharmlosung. Treffender ist der Begriff soziale Hetzwerke, denn vielmehr werden diese sozialen Hetzwerke zur Sünde genutzt: Hader, Neid, Zorn, Zank, Afterreden, Ohrenblasen, Aufblähen, Aufruhr. Es handelt sich überwiegend um dummes Geschwätz und Gezwitscher. Nicht allein aber sind sie faul sondern auch geschwätzig und vorwitzig und reden, was nicht sein soll. Dieses Bibelwort aus 1. Tim. 5:13 ist die perfekte Inhaltsangabe der sozialen Hetzwerke. Darüber hinaus Gotteslästerung und allerlei Formen von Schlechtigkeit. Es entsteht eine Scheinwelt mit angeblichen virtuellen “Freunden”, wobei es sich mittlerweile erwiesen hat, daß die sozialen Hetzwerke zum Sammelbecken für Perverse geworden sind, die dort ihre Opfer suchen. Somit haben soziale Hetzwerke auch nichts mehr mit Völkerverständigung zu tun. Es ist unsinnig, wenn jemand in sozialen Hetzwerken Kontakte sucht, aber mit eigenen Angehörigen, Nachbarn und realen Mitmenschen nicht zurechtkommt. Da sich in unserer Gesellschaft ein gefährliche Trend zur Anonymisierung und Vereinzelung zeigt, dürfen die virtuellen Hetzwerke nicht zum Ersatz für menschliche Gemeinschaft werden. Es ist absurd, daß manche Zeitgenossen überall Profile über sich anlegen in sozialen Hetzwerken und lange Kontakt- und Freundeslisten vorweisen, aber wenn man sie in der wirklichen Welt anspricht, dann reagieren sie meist verschnupft.
Rottenbildung und Sucht
In sozialen Hetzwerken rotten sich Menschen mti gleichen Interessen zusammen. In diesen virtuellen Rotten entsteht oft ein Zugehörigkeitsgefühl, das fähig ist, reale Beziehungen zu zerstören. Die Dauerberieselung mit Inhalten und Botschaften (Instant Message) macht süchtig. Besonders bei Menschen die auch noch den Fehler machen und in solchen Hetzwerken nach Rat suchen. So ist es wiederholt vorgekommen, daß Hetzwerk-Süchtige die Beziehung zu realen Mitmenschen vernachlässigt oder bewußt abgebrochen haben, weil das in den virtuellen Rotten unbewußt suggeriert oder gar bewußt verabredet wurde.
Wie im Totalitarismus: Überwachen und Aushorchen
Früher mußte die Stasi in der DDR mühsam einzelne bespitzeln und über zahlreiche Persönlichkeiten eine Akte anlegen. In den sozialen Hetzwerken kann heute jeder seine Akte freiwillig anlegen und überall veröffentlichen uns Vorwitzige, Arbeitgeber und Behörden lesen mit. Es wird für Behörden immer leichter, einzelne Menschen zu überwachen. Die Angst vor Terror wird ausgenutzt, um den globalen Überwachungsstaat zu ermächtigen. Das ist die Fehlentwicklung der antichristlichen Globalisierung, die letztlich ein Angriff auf die Grundrechte des Menschen ist.
Gehört die Privatsphäre auf dem weltweiten Präsentierteller?
Während Internetseiten ein Geschäft oder eine Idee weltweit präsentieren, gewähren soziale Hetzwerke jedermann Einblick in die Privatsphäre anderer. Hier kann es zu unvorstellbaren Blamagen, Peinlichkeiten und Aktionen von Verleumdung und Rufmord kommen. Gehässigkeiten in sozialen Hetzwerken haben sogar schon zu Selbstmorden geführt. Gerüchte werden verbreitet und viele vorlaute Menschen schwätzen über private Angelegenheiten, die niemand angehen. Soziale Hetzwerke sind eine Scheinwelt voller Heimlichkeit, Arglist und Schlechtigkeit. Privatfotos können weltweit von Fremden heruntergeladen und zu unlauteren Zwecken weiterverwendet werden. Beispiel: Eine amerikanische Familie reist nach Osteuropa und entdeck dort ihr Familienfoto, das in (a)soziale Hetzwerke gestellt wurde, auf einem Werbeplakat in einem Schaufenster. Junge Menschen werden nicht mehr gemäß einem christlichen Weltbild erzogen, und sind somit nicht mehr sensibilisiert für die Würde der Privatsphäre und die Menschenwürde. Ehrfurcht vor der Menschenwürde geht uns immer mehr verloren, da immer mehr menschenunwürdiges und entwürdigendes Verhalten (Abtreibung, Gender Mainstreaming, widernatürliche Unzucht) geduldet wird.
Unchristliches Menschenbild führt zum Verlust von Freiheitsrechten
Freiheitsrechte wie Brief- Post- und Fernmeldegeheimnis existieren zunehmend nur noch auf dem Papier. Elektronische Post, Telefonanrufe und Banküberweisungsdaten werden stets von Geheimdiensten überwacht. Das Bankgeheimnis wird auch verwässert, um gegen Terror und Steuerhinterziehung zu kämpfen. Jetzt werden die Folgen der Entchristlichung bemerkbar. In den vergangenen Jahren hat man es als Fortschritt mißverstanden, wenn sich jemand von Gott losgesagt hat. Man wollte sich vom christlichen Glauben lossagen, weil der angeblich zu viele Auflagen machte, die den Menschen angeblich zu wenig Freiheit ließen. Das war ein Täuschungsmanöver des Teufels (2. Kor. 4:3,4), der den Menschen eine falsche Freiheit i. S. von Freizügigkeit und ethischer Unverbindlichkeit vorgaukelte. Wahre Freiheit braucht eben Ordnung und damit Bindung an Gebote und Verbote (=Recht). Weil der aus dem christlichen Glauben entstandene Lebenentwurf von den Verführten als “überkommen” angesehen wurde, verlieren die Menschen heute zunehmend ihre Menschenwürde und damit auch ihre Privatsphäre und ihre Freiheit. Der evolutionäre Humanismus hat dem Menschen seine Würde gearaubt. Er wird reduziert zum Lohnsklaven ohne Privatsphäre und in eine Konsumgesellschaft integriert, für die lediglich die trendaktuellen Marken zum “Gott” werden.
Was ist Menschenwürde?
Der Mensch erhebt sich über die anderen Geschöpfe – Pflanzen und Tiere – durch seinen Geist. Jeder Mensch stellt mit seinen Eigenschaften ein Ganzes dar, das unteilbar ist (lat. in-dividuus = Individuum). Dieses Geistesgeschenk der Schöpfung hat jeder Mensch. Er ist ein Seele-Geist-Wesen und dieser Wert hebt ihn über die tote Welt der Dinge und über Tiere und Pflanzen weit hinaus. Das ist die Menschenwürde. Sie gedeiht nur in dem Reich der Freiheit. Wer den Menschen wie ein Tier in Ketten hält, tritt seine Würde mit Füßen. Der kräftie Stamm, der die Menschenwürde trägt, ist der Geist des Menschen, der die menschliche Kultur – alles Höhermenschliche – geschaffen hat und immer aufs neue schafft. Die Würde selbst – die Krone dieses Stammes – offenbart sich am schönsten und reinsten in der brüderlichen Liebe zu den Menschen. Sie trägt reiche Früchte in der sozialen Hilfe für die Armen und Schwachen.
Achte den persönlichen Bereich des andern!
Hier ist ein guter Rat für diejenigen, die von sozialen Hetzwerken verführt wurden: Jeder Mensch hat seinen persönlichen, nur ihm gehörenden Bereich, zunächst räumlich: sein Zimmer, sein Schubfach, seine Bieftasche; dann seelisch: seine Arbeit, seine Erlebnisse, seine Interessen, seine Geheimnisse. In diesen persönlichen Bereich darf und soll man nicht unbefugt und ungerufen eintreten und ihn nicht stören. Wie oft wird hier gesündigt: durch Neugierde, Klatschsucht, Rücksichtslosigkeit, auch dadurch, daß man versucht, über den Mitmenschen wie über nichtmenschliche Dinge und Wesen zu verfügen.
Rat für Christen
Die Bibel sagt uns:
Darum legt die Lüge ab … Kein schlechtes Wort soll aus eurem Munde kommen … Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan … auch nicht Schändlichkeit, albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören … laßt euch von niemand mit leeren Worten verführen … werdet nun nicht ihre Mitteilhaber. Epheser 4 & 5.
Wie wollen wir diese segensreichen Anweisungen zu mehr Mitmenschlichkeit praktisch realisieren?
- Sollen wir sämtliche persönliche Profile bei sozialen Hetzwerken kündigen, um gleich Gelegeneheit für albernes Geschwätz abzuschneiden?
- Will Gott, daß wir gewisse Personen und Gesellschaften in Zukunft meiden? (Besonders Teenager-Kliquen)
- Brauchen Sie wirklich ein Mobiltelefon?
- Kinder brauchen kein Mobiltelefon. Jugendliche meist auch nicht, es sei denn, sie benötigen es aus geschäftlichen oder beruflichen Gründen. In Schulen hindern Mobiltelefone und digitale Kleingeräte das Lernklima.
- Viele Fernsehprogramme – besonders bei Privatsendern – fördern Klatschsucht, Vorwitz, Neugier, Gafferei und andere Sünde. Abschalten, entwöhnen, meiden bzw. Kinder erst gar nicht daran gewöhnen (Spr. 22:6). Protest bei den Werbesponsoren kann dazu fühen, daß Firmen ihre TV-Spots zurückziehen. Dann wird die Sendung vielleicht ganz eingestellt. Christen sollen sich nicht von Werbung leiten lassen. Auch das Konsum- und Nachfrageverhalten muß gemäß den Geboten Gottes gestaltet sein.
- Welche praktischen Ideen haben Sie?
Kommentare deaktiviert









