Feb 14 2010
Haiti: Waisenhäuser statt Abtreibungen
Zehn christliche Missionare, die in Haiti wegen Kindesentführung angeklagt wurden, sind nun wieder frei. Dafür ist Gott zu danken. Sie haben versucht, Kinder in ein Waisenhaus ins Nachbarland zu bringen. Das Werk der Nächstenliebe sollte niemals durch Paragraphenreiterei und kleinliche Schikanen gehindert werden. Wir sollen eine Hilfe und kein Hindernis sein wenn andere Gutestun. Eine gute Devise ist stets: Führe, folge oder geh aus dem Weg. Wenn wir etwas für Gott tun oder überhaupt etwas für uns oder andere Menschen tun, dann müssen wir es mit ganzem Herzen tun. Entweder wir führen oder folgen, aber wir sollten niemals im Weg stehen und etwa andere bei der Arbeit hindern. Nichts ist schlimmer, als diejenigen, die passiv am Spielfeldrand stehen und diejenigen richten, die auf dem Feld spielen. Christliche Arbeiter werden öfters wegen ihrer Methoden kritisiert. Mir ist jedoch lieber, wie Christen etwas tun als wie andere nichts tun. Im Fall von Haiti ist auch wichtig, daß die vielen Kinder, die durch die Erdbebenkatastrophe großes Leib miterlebt haben in ein Waisenhaus gelangen, als daß sie z. B. durch Profamil schon im Mutterleib getötet werden. Denn die Organisation Planned Parenthood, die in Deutschland auch als “Pro Familia” firmiert, ruft international zu Spenden auf für die Arbeit in Haiti. Dabei ist Planned Parenthood ein führender Anbieter von Abtreibungen. Der wirkliche Skandal in Haiti ist die Ausbeutung der Erdbebenkatastrophe zum Töten ungeborener Kinder im Mutterleib. Das ist schlimmer als die formale Spitzfindigkeit von angeblichen “Kindesentführungen”. Das Problem bei Organisationen wie Planned Parenthood bzw. Profamilia ist außerdem, daß solche Gruppierungen aus staatlichen Zuschüssen finanziert werden. Viele Politiker beklagen den Ausfall von Steuergeldern wegen der “Krise”, aber gleichzeitig werden unverändert Steuergelder für internationale Abtreibungsanbieter verschwendet. So hat Dänemark wieder 4,4 Millionen Euro in Steuergeldern für die Abtreibungsorganisation Marie Stopes International bewilligt. Das ist ein Skandal. Mit diesem Geld werden ungeborene Kinder im Mutterleib getötet. Keine Waisenhäuser, keine Adoptionen, keine Vermittlung von christlichen Werten für Ehe und Familie.
Haben Politiker ihren Verstand verloren, daß sie einerseits die schwierige Haushaltslage beklagen aber andererseits das hart verdiente Geld der Bürger an fragwürdige, menschenfeindliche Organisationen verschenken? So kann man nicht das Geld fremder Menschen verwalten.
Bürger in Deutschland müssen sehr viel Geld in Form von Steuern und Abgaben bezahlen. 19% Mehrwertsteuer und eine übertriebene Steuer auf Kraftstoffe, die viele Menschen daran hindert, einen Arbeitsplatz zu bekommen, weil die Anfahrt das Einkommen verschlingt. Weil die “öffentlichen Interessen” zu kostspielig und umfangreich geworden sind, können viele Menschen ihre “persönlichen Interessen” nicht verwirklichen, da ihnen dazu das Geld fehlt. Deshalb können wir nicht einerseits die “Krise” beklagen und weiterhin Steuergelder an Abtreiber, Bevölkerungsreduzierer usw. verschenken, wie es Dänemark mach. Die Bibel sagt: “Ein König richtet das Land auf durchs Recht: ein Geiziger aber verderbet es.” Sprüche 29:4. Verderben wir unser Land nicht durch Geiz in Form von hohen Steuern, die dann für unchristliche und unnütze Dinge vergeudet werden.
Der Herr Jesus ruft uns zu anderen Werken auf: die Hungrigen speisen, den Dürstenden zu trinken geben, Gäste zu beherbergen, Nackte zu kleiden, Kranke zu besuchen, zu den Gefangenen zu kommen (Mt. 25:35,36). Anhand dessen können wir sagen, daß die Grundbedürfnisse des Menschen folgende sind:
- Nahrung
- Kleidung
- Unterkunft
- Gesundheit
- Freiheit
Alle Menschen streben bewußt oder unbewußt nach diesen Dingen, denn diese Dinge vermitteln Lebensglück. Wo Menschen diese Dinge nicht haben, entsteht Unzufriedenheit und es kommt schlimmstenfalls zu Unruhen, Spannungen und Kriegen. Durch Nächstenliebe werden diese Grundbedürfnisse sichergestellt und vermittelt. Gottes Gebote schützen diese Grundbefürfnisse. Die Zehn Gebote schützen unser Herz, unsere Gesundheit, unsere menschlichen Beziehungen und unser Eigentum.
In einer stabilen Wirtschaft ist die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse auch das Ziel allen wirtschaftlichen Handelns. Im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht das Wohl des Menschen. Wenn irgendetwas anderes im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht, dann gibt es Probleme.
Durch Gelder für Abtreibungsorganisationen in Haiti beweisen wir keine Nächstenliebe.
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