Archiv für das Tag 'NRW'

Jan 15 2010

Profile Image of Ingo Breuer
Ingo Breuer

Was wir von Johann Hinrich Wichern lernen …

Abgelegt unter Gesellschaft

“Man sehe auf unsere Volkstheater, welche die Ehe, die Kirche, die Sitte allabendlich bei Bier und Tabakrausch lachend unter die Füße treten. Man sehe das Volksvergnügen, die im [französischem] Tanz, des Cancan […] und in ähnlichen Frivolitäten aller Art jeder deutschen Sitte und allem Gewissen, nicht versteckt und verdeckt, sondern ganz offen unter laut schallendem Reclam, wie die Ecken der Stadt alltäglich zu lesen geben, Hohn sprechen. […] Das sind die Gräber für unsre lebendig zu Grabe getragene Jugend.“

Briefmarke

Briefmarke mit Johann Hinrich Wichern

Dieses Zitat stammt von Johann Hinrich Wichern – einem der genialsten christlichen Männer in der deutschen Geschichte (1808-1881). Zu seinem Gedenken gibt es auch die 55-Cent-Briefmarke, die ich sehr häufig verwende. Was Wichern über das Volkstheater seinerzeit sagte, daß gilt heute für die Massenmedien, die mit ihrer gottlosen Reizüberflutung die Massen hypnotisieren. Wir müssen uns fragen, wo heute die Gräber unserer Jugend sind und jeder Haushalt muß dann die entsprechenden Schutzvorkehrungen treffen. Wir legen unser Geld und Gold in einen dicken Tresor zum Schutz. Ein Auto schützen wir in der Garage. Aber junge Menschen werden schutzlos allen unsittlichen und unheiligen Einflüssen ausgesetzt. Die Verspottung von Ehe , Kirche und Sitte zersetzt auch heute unsere Gesellschaft und verführt Menschen zu unchristlichen Lebensformen, Gedanken und macht sie unfähig, gemäß einem biblischen Weltbild zu denken.

Johann Hinrich Wichern war nicht nur der Erfinder des Adventskranzes. Er gründete das “Rauhe Haus” bei Hamburg, wo verwahrloste Kinder gemäß christlichen Prinzipien erzogen wurden. Er war der Begründer der Inneren Mission, aus dem später das Diakonische Werk wurde. Er war sehr volksmissionarisch aktiv. Heute ist die “Diakonie” in vielerlei Hinsicht zum erweiterten Arm des Sozialstaats und der Verwaltungsdiktatur geworden. Wichern ging es aber darum, daß die Menschen eben auch zum Glauben an Jesus Christus kommen. Er war für die Heranbildung von Prädikanten, die öffentlich das Evangelium predigten, damit eben die Menschen, die noch nicht Jesus als Herrn und Heiland aufgenommen haben, Gelegenheit dazu bekommen, wo noch Zeit ist. Wichern lehrte auch in Sonntagsschulen. Das ist eine heilsame Institution, denn ein Gottesdienst pro Woche reicht nicht zum christlichen Leben. In der Sonntagsschule findet die eigentliche Lehrtätigkeit statt, um Menschen den Glauben zu erklären. Biblische Prinzipien greifen in jeden Lebensbereich. Später war Wichern im preußischen Staatsdienst tätig und hier speziell in der Gründung und Leitung des Berliner Gefängnisses Moabit. Hier war kennzeichnend die Einzelhaft und die Unterbindung von Kontakten unter den Häftlingen. Das Lebenswerk von Wichern wäre ein gutes Vorbild für das Justiz- und Gefängniswesen in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb der letzen Monate sind in NRW Schwerverbrecher mit Hilfe eines Vollzugsbeamten ausgebrochen, Gefangene wurden durch Mitgefangene mißhandelt und bis zum Selbstmord getrieben. Außerdem wurde wieder ein christlicher Familienvater in Beugehaft genommen, weil er seine Kinder vom Sexualkundeunterricht befreien wollte. In der NRW-Verwaltungsdiktatur werden Kinder per Zwang moralische Überzeugungen beigebracht, die nicht in Übereinstimmung mit den Überzeugungen der Eltern sind.  Die berechtigten Interessen von Eltern werden nicht berücksichtigt. Das Kindergeld ist wohl zunehmend als Schweigegeld zu verstehen oder als Kaufpreis für die Überlassung der Seele an öffentliche Stellen. Bei all diesen Notständen ist die Betrachtung des Lebenswerks von Johann Hinrich Wichern ein echter Lichtblick. Die strenge Einzelhaft, die Wichern in Moabit prägte, ist wohl auch ein Lösungsansatz für NRW. Die JVA soll ein Ort sein, wo der Mensch in sich kehrt anstatt sich nach außen zu wenden. Kliquenbildung ist immer ein Problem- ob in Schule, Beruf, Kirche und eben auch im Knast. Kliquen sind heimlichtuerisch, ausstoßend und exklusiv. Sie führen zu Klüngelei, Vetternwirtschaft, Bevorzugung und allerlei Ungerechtigkeit. Jesus aber sagt mit offenen Armen: “Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von  Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.” Mt. 11:28-30.

Ganz am Anfang von Johann Hinrich Wicherns Wirken stand jedoch eine klare Bekehrung zu Christus im Jahr 1824. Wichern sagt darüber: „Der Durchbruch geschah abends, als Gottes Geist mich anfing von neuem zu gebären. Das Licht des Evangelii erleuchtete auch für mich die Wissenschaften … ich habe Fortschritte in jeglichem gemacht.“ Das ist das Wichtigste im christlichen Leben: daß wir von neuem geboren sind. Jesus sagt dazu:“Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. …  Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich’s nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden.”Joh. 3:3,6,7. Der natürliche Mensch aus Fleisch und Blut hat keinen Anteil am Reich Gottes (1. Kor. 15:50). Der sündige Mensch kann sich daher nicht selbst durch religiöse Werke reformieren, um vor Gott zu bestehen. Nein, im Gegenteil: Gott muß den natürlichen Menschen durch den Heiligen Geist neu beleben. Ein Christ feiert eigentlich zwei Geburtstage – seinen natürlichen und seinen geistlichen. Wer zweimal geboren ist, muß nur einmal sterben. Wer einmal geboren ist, muß zweimal sterben.

Johann Hinrich Wichern wirkte zur Zeit der Revolution von 1848. In dieser Zeit fand die wohl satanischste Ideologie der Menschheit ihren Ursprung: der Marxismus. Diese Ideologie hat Massenmorde von Hunderten Millionen Menschen ausgelöst und selbst heute sind mehrere Milliarden Menschen unter dem Bann dieser gottlosen Ideologie als unfreie Systemmenschen versklavt. Karl Marx war Satanist. Pator Richard Wurmbrand legt dies in seinem Buch “Das andere Gesicht des Karl Marx“.  Wichern grenzte sich von den Theorien von Marx ab. Ähnlich taten auch andere erweckliche Christsen in seiner Zeit. Aus dem Jahr 1848 stammt z. B. das Manifest des freien Urchristentums an das deutsche Volk von dem Baptistenprediger Julius Köbner.  Es liest sich wie eine Warnung vor dem kommenden Übel evolutionär-marxistischer Ideologien. Der Marxismus blickte nur auf die äußeren Umstände des Menschen und sah darin die Ursache für die Armut dieser Zeit. Wichern erkannte allerdings, daß das “innere Verderben die Ursache auch des äußeren Verderbens ist“.  Das ist auch genau das, was Gott sagt:“Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel geworden in ihrem bösen Wesen; das ist keiner, der Gutes tut. Gott schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei, der nach Gott frage.  Aber sie sind alle abgefallen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.  Wollen denn die Übeltäter sich nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren? Gott rufen sie nicht an.”Ps. 53:1-4. Wichern erkannte die Gefahr  des „immer zunehmenden Sittenverderben des Volks, das einzig und allein aus der herrschenden Irreligiosität, der Verachtung des wahren Christentums und dem gottlosen Unglauben entsteht” Viele Menschen erkennen diesen Zusammenhang auch heute noch nicht und verachten Jesus Christus. Wir lernen daher, daß man gesellschaftliche Problem nicht damit löst, indem man einseitig nach dem Gesetzgeber ruft. Der Ruf nach dem Gesetzgeber hat uns eine europaweite Verwaltungsdiktatur aufgestülpt, die immer aufdringlicher ihre Macht entfaltet, die Lebenskosten bis ins Unerträgliche gesteigert hat und die Menschen in ihrer Freiheit einschränkt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns dem Kampf gegen die Irreligiösität und des Unglaubens zu stellen.

 Um auf Wicherns Zitat über das Volkstheater vom Anfang zurückzukommen: Versuchen Sie, alle Foren, Versammlungen und Medien zu meiden, in denen Ehe, Kirche und Sitte verachtet oder verhöhnt wird. Wir lassen niemanden mit dreckigen Schuhen in unser aus. Deshalb sollten sie auch niemanden mit dreckigem Mundwerk oder dreckigen Lebensvorstellungen stundenlang im Wohnzimmer auf sie oder auf Kinder einreden lassen.  ”Lasset euch nicht verführen! Böse Geschwätze verderben gute Sitten. Werdet doch einmal recht nüchtern und sündigt nicht! Denn etliche wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande.”1. Kor. 15:33,34. Wir sind dafür verantwortlich, daß die Menschen wieder von Gott wissen, denn sie werden Ihm einmal begegnen. Darauf sollen wir vorbereitet sein!

Sende Artikel als PDF an PDF

Kommentare deaktiviert

Mai 22 2005

Profile Image of Ingo Breuer
Ingo Breuer

Traktat für Finanzminister Eichel

Abgelegt unter Allgemein

Nun bin ich momentan auf Reise in Deutschland, und gestern war ich in der Stadt Bonn. Nach einem Spaziergang am Rhein kam ich zurück in die Innenstadt, und ich konnte noch einmal bezeugen, wie Gott die richtigen Menschen zur rechten Zeit am rechten Ort plazieren kann.

Am Marktplatz sah ich, wie die SPD rote Rosen mit Infos zur Landtagswahl verteilten. Auch meine Frau erhielt eine Rose, aber die Rose haben wir nicht angenommen, weil die SPD für Homo-Ehe und gegen legale Heimschule ist. Wir haben den SPD-Leuten dort auf der Straße gesagt, daß wir für legalen, anerkannten Heimschulunterricht sind, aber weil es u. a. SPD-Politiker sind, die drakonische Zwangsmaßnahmen gegen christliche Homeschooler in Paderborn einleiten, wollen wir keine roten Rosen von diesen Leuten. Ein SPD-Genosse in feinem Anzug fing dann damit, mir eine Rede zu halten über die Punkte der SPD-Bildungspolitik. Er vertrat eine radikal egalitäre Sicht. Alle müssen gleich sein. Gleiche Chancen, gleich, gleich, gleich, … Gleichmacherei, Gleichschaltung? In Wahrheit gibt es immer Unterschiede. Es ist nich alles gleich. Man kann nicht alles gleichmachen. Die Bibel lehrt Unterschiede: gut und böse, recht und schlecht, Mann und Frau, alt und jung, verloren oder erlöst, Himmel und Hölle … Wir müssen mit Unterschieden leben. Der SPD-Genosse gab zu, daß er zum Thema Heimschule nicht viel wußte und auch die Situation in Paderborn nicht wirklich kennt. Vor einer Landtagswahl sollte man da eigentlich besser bescheid wissen.

Wenig später kam auch Finanzminister Hans Eichel auf den Marktplatz und verteilte rote Rosen. Auch an uns wollte er Rosen verteilen mit dem Verweis, daß wir am 22.05. wählen sollten. Ich sagte ihm, meine Ehefrau ist Amerikanerin und ich bin Deutscher ohne Wohnsitz in NRW, somit sind wir beide nicht wahlberechtigt. Als ich die Rose annahm, reichte ich ihm im Gegenzug ein evangelistisches Traktat. Er fragte, was das sei. Ich sagte Ihm, es ist eine christliche Botschaft, die nie schaden kann. Er steckte das Traktat in die innere Anzugtasche. Später sollte Herr Eichel eine Rede halten. Ich habe schon gehofft, daß er anstatt des Redetextes aus Versehen das Traktat aus der Tasche zieht und es der Menge vorliest. Mit einem Hinweis darauf, daß er den deutschen Haushalt nicht so hoffnungslos überschulden soll, wie es zur Zeit im US-Haushalt geschieht, wo verschwenderisch und völlig kostenunbewußt Geld auf Pump ausgegeben wird, haben wir uns dann verabschiedet.

Welch ein Segen! So schnell konnte man einigen Leuten aus der Politik einen christlichen Standpunkt mitteilen und ihnen einige Schriften mitgeben, die das Evangelium Christi erläutern, so daß Menschen mit ihrem Eigenwillen abschließen können und sich dem Willen Gottes unterordnen können, und es ist Gottes Wille, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis Gottes finden und aus Gottes Willen werden Menschen von neuem geboren mit einer neuen Natur, die nach der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes geschaffen ist. Liebe Christen, verteilen auch Sie Traktate und zeugen Sie für den Herrn! Die Leute brauchen das Salz und das Licht.

Sende Artikel als PDF an PDF Creator

Kommentare deaktiviert

Ältere Einträge »

Better Tag Cloud