Bibeltreues Elternpaar muß

Kinder zur Schule schicken 11/2004

 

Hier ist eine Familie, für die wir beten müssen. Die Meldung ist schon etwas älter, aber sie muß gemeldet werden, weil die Eltern im Recht liegen und ein mangelnder Rechtssinn in der Justiz die Rechte von Eltern aushöhlt und Kinder wie Staatseigentum behandelt:

 

 

 

Ein bibeltreues Elternpaar aus Gemünden am Vogelsberg muss seine Kinder trotz religiöser Bedenken zur Schule schicken. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt habe ein entsprechendes Urteil des Gießener Landgerichts bestätigt, teilte ein OLG-Sprecher heute mit. Die Eltern von acht Kindern hatten geklagt, öffentliche Schulen unterwanderten ihre christlichen Erziehungsideale wie Schamhaftigkeit und Gehorsam. Mehr als zwei Jahre lang hatten sie ihren Nachwuchs daher zu Hause unterrichtet. Gegen die Entscheidung des OLG kann das Paar keine Rechtsmittel einlegen.

 

Die Eheleute prüfen jedoch nach eigenen Angaben, ob sie vor das Bundesverfassungsgericht oder den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. «Es steht noch nichts fest», sagte die Mutter Sigrid Bauer. Das Ehepaar Bauer hatte sich beim Schulunterricht vor allem an der «ausschließlichen» Weitergabe der Evolutionstheorie und an der angeblich «ständigen Konfrontation» mit dem Thema Sexualität gestört.

 

 

 

Das Gießener Landgericht hatte die Eltern im vergangenen November gerichtlich verwarnt. Eine Verwarnung ist die mildeste Sanktion im Strafgesetzbuch. Die Kammer hatte damit einen überraschenden Freispruch des Amtsgerichts Alsfeld aufgehoben. Im Gegensatz zur ersten Instanz stufte das Landgericht Gießen die allgemeine Schulpflicht höher ein als die Glaubens- und Gewissensfreiheit der Eltern.

 

 

 

Genau das ist der Denkfehler: die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist höher einzuschätzen, und diese Eltern erfüllen die allgemeine Schulpflicht, indem sie ihre Kinder zu Hause unterrichen. Die Richter haben nicht erkannt, daß es aus den USA zahlreiche Studien gibt, die belegen, daß Kinder aus dem Hausunterricht akademisch besser abschließen als die Kinder staatlicher Schulen. Kinder, die im Hausunterricht geschult wurden, sind auch gut sozialisiert, da sie im Elternhaus lernen, Autorität zu respektieren. In der Schule lernen sie lediglich, sich in Kliquen zu organisieren, und es kommt zu dem "Klassenkampf" der Altersgruppen: Jugendliche gegen Lehrer. Gleichaltrige formen Gruppen, die eine gefährliche Dynamik mit Anpassungszwang ausüben. Wer sich nicht dem niedrigen Niveau der Klique anpaßt, wird isoliert. Als ich selber in die Schule ging, wurde ich einmal tagelang gehänselt, weil ich keine Markenjeans trug und die Hosenbeine unten umgeschlagen wurden. Dieses materialistische Denken sollte eigentlich mit der Rute ausgetrieben werden (Spr. 22:15, 23:13,14). Es schadet der Seele eines Kindes. Die Heimschulen kultivieren Gehorsam anstatt Rebellion. Sie schaffen vertrauen ins Elternhaus. Die Lehrerschaft der öffentl. Schulen sieht sich oft als Konkurrenz zur elterlichen Erziehung. Wie oft habe ich selber in der öffentl. Schule das Klagelied von Lehrern gehört, wenn sie die armen Schüler beweinen, die aus einem konservativem Elternhaus stammen! Diese Alt-68er haben nicht das Recht solchen Kindern das Gehirn zu waschen. So wie ein Fleck aus einem Kleid gewaschen wird, so müssen diese Hippies aus dem deutschen Schulsystem ausgewaschen werden, denn sie haben nicht das Recht, einer ganzen Generation das Hirn zu waschen mit ihren antiautoritären, linksliberalen, marxistischen, unchristlichen Lügen. Sie jammern, wenn ein Christ einem ihrer braven Schafe, etwas aus der Bibel beibringt, aber sie denken sich nichts dabei, ihren Schülern eine Lektüre aufzuzwingen, die gespickt ist, mit Haß auf Christentum, schmutzigen Wörtern und sexuellen Anmerkungen. Die Heimschulen brauchen ein festes gesetzliches Fundament in Deutschland. Ich bewundere den Glaubensmut dieser christlichen Eltern, die jetzt ohne diese gesetzliche Basis ihre Kinder zu Hause unterrichten. Für diese Familen müssen wir beten und gegebenenfalls Hilfe leisten anstatt mit dem Finger zu zeigen. Nichts stört mich mehr unter Christen, wenn fleischliche, weltgesinnte Christen verständnislos mit dem Finger auf die geistlich gesinnten, gehorsamen Christen zeigen, die mehr Eifer für Jesus haben. Aber am Richterstuhl Christi werden wir dann sehen, wer sich weiser verhalten hat. Möge der Herr dann nicht mit dem Finger auf uns zeigen, weil wir seiner Sache nicht treu waren.