Traktat für Finanzminister Eichel

Mai 2005

Nun bin ich momentan auf Reise in Deutschland, und gestern war ich in der Stadt Bonn. Nach einem Spaziergang am Rhein kam ich zurück in die Innenstadt, und ich konnte noch einmal bezeugen, wie Gott die richtigen Menschen zur rechten Zeit am rechten Ort plazieren kann.

Am Marktplatz sah ich, wie die SPD rote Rosen mit Infos zur Landtagswahl verteilten. Auch meine Frau erhielt eine Rose, aber die Rose haben wir nicht angenommen, weil die SPD für Homo-Ehe und gegen legale Heimschule ist. Wir haben den SPD-Leuten dort auf der Straße gesagt, daß wir für legalen, anerkannten Heimschulunterricht sind, aber weil es u. a. SPD-Politiker sind, die drakonische Zwangsmaßnahmen gegen christliche Homeschooler in Paderborn einleiten, wollen wir keine roten Rosen von diesen Leuten. Ein SPD-Genosse in feinem Anzug fing dann damit, mir eine Rede zu halten über die Punkte der SPD-Bildungspolitik. Er vertrat eine radikal egalitäre Sicht. Alle müssen gleich sein. Gleiche Chancen, gleich, gleich, gleich, ... Gleichmacherei, Gleichschaltung? In Wahrheit gibt es immer Unterschiede. Es ist nich alles gleich. Man kann nicht alles gleichmachen. Die Bibel lehrt Unterschiede: gut und böse, recht und schlecht, Mann und Frau, alt und jung, verloren oder erlöst, Himmel und Hölle ... Wir müssen mit Unterschieden leben. Der SPD-Genosse gab zu, daß er zum Thema Heimschule nicht viel wußte und auch die Situation in Paderborn nicht wirklich kennt. Vor einer Landtagswahl sollte man da eigentlich besser bescheid wissen.

Wenig später kam auch Finanzminister Hans Eichel auf den Marktplatz und verteilte rote Rosen. Auch an uns wollte er Rosen verteilen mit dem Verweis, daß wir am 22.05. wählen sollten. Ich sagte ihm, meine Ehefrau ist Amerikanerin und ich bin Deutscher ohne Wohnsitz in NRW, somit sind wir beide nicht wahlberechtigt. Als ich die Rose annahm, reichte ich ihm im Gegenzug ein evangelistisches Traktat. Er fragte, was das sei. Ich sagte Ihm, es ist eine christliche Botschaft, die nie schaden kann. Er steckte das Traktat in die innere Anzugtasche. Später sollte Herr Eichel eine Rede halten. Ich habe schon gehofft, daß er anstatt des Redetextes aus Versehen das Traktat aus der Tasche zieht und es der Menge vorliest. Mit einem Hinweis darauf, daß er den deutschen Haushalt nicht so hoffnungslos überschulden soll, wie es zur Zeit im US-Haushalt geschieht, wo verschwenderisch und völlig kostenunbewußt Geld auf Pump ausgegeben wird, haben wir uns dann verabschiedet.

Welch ein Segen! So schnell konnte man einigen Leuten aus der Politik einen christlichen Standpunkt mitteilen und ihnen einige Schriften mitgeben, die das Evangelium Christi erläutern, so daß Menschen mit ihrem Eigenwillen abschließen können und sich dem Willen Gottes unterordnen können, und es ist Gottes Wille, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis Gottes finden und aus Gottes Willen werden Menschen von neuem geboren mit einer neuen Natur, die nach der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes geschaffen ist. Liebe Christen, verteilen auch Sie Traktate und zeugen Sie für den Herrn! Die Leute brauchen das Salz und das Licht.