OFFENE BRIEFE
Das Wort "Parallelgesellschaft" ist nun in aller Munde, denn staatliche Stellen überall in Deutschland, die vehement jede christliche Bildungsinitiative in Form von Heimschulen bekämpfen, zitieren dieses neue Zauberwort und zeugen damit von der radikalen Entchristlichung Deutschlands. Wie kann es sein, daß Eltern, die ihre Kinder in der Zucht und Vermahnung des Herrn (Epheser 6:4) aufziehen wollen, der Anklage schuldig sind, eine "Parallelgesellschaft" zu schaffen? Was ist denn die gegenüberliegende Parallele zum christlichen Weg? Dies zeugt doch wohl davon, daß etwas in unserer Gesellschaft nicht stimmt und nicht etwa, daß einige Christen zu weit gehen. Christen sind keine "Parallelgesellschaft". Sie sind Gottes Kinder, der Leib Christi, die Heiligen, die Auserwählten, die Gemeinde Jesu, das Salz der Erde und das Licht der Welt, um einmal ein paar biblische Beschreibungen zu gebrauchen.
In den vergangenen Wochen habe ich etliche Protestschreiben an Behördern, Politiker und Medien in Deutschland geschrieben, um für die Legalisierung der Heimschulpraxis in Deutschland zu plädieren und gegen die beschämende Christenverfolgung in Bayern und NRW zu protestieren, denn es ist ein riesiges Unrecht, wie Religionsfreiheit, Elternrechte und die Institution der Familie mit Füßen getreten wird durch herzlose Behörden, skrupellose Lehrergewerkschaften und übereifrige Lokalpolitiker, die keine Selbstbeherrschung haben.
Etliche dieser E-Mails, Postkarten und Briefe wurden nicht beantwortet. Deshalb werden einige dieser Briefe und Mails nun hier als offene Briefe veröffentlicht, damit nun die breite Öffentlichkeit dies beurteilen und beantworten mag.
Das deutsche Bildungswesen darf nicht länger ein Instrument zur Verbreitung von linksliberaler und humanistischer Propaganda sein. Schulbeamte in NRW behaupten, es sei Gesetz, daß in NRW Sexualkunde unterrichtet werden muß. Die Paderborner Baptisten haben recht: Wie kein ein Rechtsstaat es wagen, seine unchristlichen Überzeugungen von freizügiger Sexualität der jungen Generation - einschließlich der christlichen Schüler - aufzudrängen? Wo wird Keuschheit und Enthaltsamkeit unterrichtet? Mit dem ideologisierten Satz "Schulpflicht ist ein Kinderrecht" versuchen die Behörden, die Kinder dem christlichen Heim zu entziehen, um ihnen etwas beizubringen, was nicht gemäß Gottes Wort ist und was den Frieden des christlichen Heims stören wird. Kinder werden also verzogen und gegen die gläubigen Eltern aufgehetzt.
Was sagt die Bibel? "Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Leibesfrucht ist eine Belohnung." Psalm 127:3. Wenn Kinder eine Gabe und Belohnung des Herrn sind, wie ist es dann vor Gott zu verantworten, wenn die Kinder in der Schule von Gott isoliert werden und ihnen Unzucht und Okkultes beigebracht wird und jeder christliche Bezug aus den Lehrplänen genommen wird? Warum stellt sich der Staat in den Weg, wenn christliche Eltern ihre Kinder für Gott erziehen, wie Hannah ihren Sohn Samuel dem Herrn gewidmet hat? Lesen Sie 1. Samuel 1. Die Hannah der Bibel wäre wohl in den Konflikt mit deutschen Schulbehörden geraten. Jesus konnte sich als 12jähriger mit den Schriftgelehrten und Priestern über Gottes Wort befragen. Und die 12jährigen von heute? Können die konsequent in dem sein, was ihres himmlischen Vaters ist oder ist ihr Verständnis zu sehr ideologisiert und verkehrt worden durch öffentliche Schulen, Fernsehen und sonstiger Ablenkungen von Gott?
Im folgenden lesen Sie einige offene Briefe. Vielleicht sind diese Briefe eine Hilfe und Orientierung für Sie, sich selber an die verantwortlichen Stellen zu werden, damit Heimschulen in Deutschland legalisiert werden. Vielleicht wissen Sie zur Zeit nur wenig über diese bewährte christliche Bildungsinitiative. Dann finden Sie hier vielleicht weitere hilfreiche Informationen. Eltern sind nicht nur dazu da, mit Kinder zu spielen und materialistische Wünsche zu befriedigen. Gottes Wort sagt, daß Kinder von den Eltern lernen sollen. Siehe 5. Mose 4:9, 6:7, 11:19, Psalm 78:5-8, Sprüche 7:1-5, 31:1. Christliche Eltern verstehen, daß sie Bildung nicht an staatliche Schulen veräußern ("outsourcen") dürfen. Nur in sozialistischen Staaten meint der Staat, die Hoheit über die Kinderbetten zu haben. Dort wo Freiheit existiert, respektiert der Staat, daß die Hoheit in Wahrheit Gott gehört, der die Kinder gegeben hat und einen Teil dieser Hoheit den Eltern übertragen hat, damit diese als treue Haushalter über Gottes Güter eingesetzt werden (Matthäus 24:45-51).
Bayerische Tyrannei: E-Mail an die bayerische Bildungsministerin
Sehr geehrte Frau Hohlmeier,
es ist nicht recht, wie die bayerischen Behörden die christliche
"Zwölf-Stämme"-Gemeinschaft behandeln. Das ähnelt den Methoden im
Nazi-Staat. Es ist eine Unverschämtheit, daß gegen Christen, die ihre Kinder
zu Hause unterrichten, "Erzwingungshaft" eingesetzt wird. Was wollen Sie
denn damit erreichen? Würden Sie mich inhaftieren, so würden Sie meinen
Glauben nur stärken. Es würde meine Überzeugung festigen, daß das bayerische
System ein Zumutung für christliche Schulkinder ist. Eines ist klar: Die
öffentlichen Schulen in Deutschland haben abgewirtschaftet. Sie haben eine
Generation von christenfeindlichen Bibelhassern hervorgebracht, deren Herz
erfüllt ist von Rebellion, Aufstand und Unmoral. Ich kann sehr gut
verstehen, wenn Christen ihre Kinder nicht in die öffentliche Schule
schicken wollen. Ich bin Deutscher und lebe in den USA und werde
selbstverständlich meine Tochter zu Hause unterrichten. Und wenn ich nach
Deutschland zurückkomme, wird der Hausunterricht fortgesetzt. Denn in den
öffenlitchen Schulen gibt es ja kein christliches Weltbild, aber die Bibel
sagt, daß ich verantwortlich bin für die gläubige Erziehung meiner Kinder
und gerade in der Bildung sollen wir Gottseligkeit nachjagen: "Und ihr
Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der
Zucht und Vermahnung zu dem HErrn." Epheser 6:4! wo gibt es diese biblische
Zucht und Vermahnung in den öffentlichen Schulen. Seien Sie sich darüber im
Klaren, daß Kinder kein Staatseigentum sind. Es ist eine Frechheit, wenn in
Bayern Elternrechte mit Füßen getreten werden. Wie damals Hitler im
totalitären Staat die völlige Kontrolle über das Bildungswesen hatte, so
scheint es in Bayern heute noch zu sein. Gleichwie Sie ihre Kinder lieben,
so lieben die Eltern bei den "Zwölf Stämmen" gleicherweise. Warum vergreift
sich dann die bayerische Justiz an unschuldigen, christlichen Mitbürgern,
die das Beste für ihre Kinder tun? Warum schicken Sie ihre Polizisten nicht
zu den Rabeneltern, die ihre Kinder tagtäglich hinter dem Fernseher
herumlungern lassen und die Erziehungsverantwortung von sich weisen, weil
sie ihren Beruf für wichtiger halten. Da sollten sie doch eingreifen! Darum
wollen wir jetzt dafür eintreten, daß der Hausunterricht in Deutschland
legalisiert wird. Die Schulpflicht kann zu Hause erfüllt werden. Wir müssen
weg von diesem Denken, daß Vater Staat alles besser kann. Laut aktueller
Studien können Heimschuleltern einen besseren Job leisten als Vater Staat in
seinen Schulen, die gespickt voll sind mit liberalen Lügen, alt-68er
Ideologen, Haß gegen die Bibel und allerlei Propaganda gegen bilische Werte
und Moral.
Deshalb fordere ich, daß der bayerische Staat sich für seinen Fehltritt bei
den "Zwölf Stämmen" entschuldigt, die Heimschulpraxis dieser Christen
anerkennt und das Sorgerecht der Eltern unangetastet läßt. Können Sie mir
vielleicht Antworten mit ein paar konkreten Ideen, wie die Drangsalierung
von Heimschuleltern in Bazern aufhören kann? Die "Zwölf Stämme" sind ja kein
Einzelfall. Auf Ihre Antwort würde ich mich freuen.
In der Liebe Jesu verbunden,
Ingo Breuer
Bayerisches Fehlverhalten: E-Mail an Landrat Rössle. Zuständig für Klosterzimmern, wo die Zwölf-Stämme-Gemeinschaft lebt.
Sehr geehrter Herr Rössle,
ich finde es sehr beschämend und niederträchtig, wie Sie die christliche
"Zwölf-Stämme"-Gemeinschaft drangsalieren. Was haben die denn schlimmes
verbrochen? Ist es ein Verbrechen, wenn christliche Eltern ihre Kinder in
Liebe aufziehen wollen und sie in einem biblischen Weltbild erziehen? Was
ist daran falsch? Ich sage Ihnen was falsch ist: Wenn bayerische Populisten
"Erzwingungshaft" gegen unschuldige Eltern einsetzen und ihnen dann drohen,
ihnnen das Sorgerecht für die eigenen Kinder zu entziehen. Das ist üble
Schalkheit, wie ich sie schon lange in der Bundesrepublik nicht gesehen
habe. Solche GeStaPo-Methoden, wie sie gegen die "Zwölf Stämme" eingesetzt
wurden, sollten Sie schleunigst vergessen. Das war doch übertriebener
Aktionismus. Was würden Sie sagen, wenn die Polizei Sie abholen würde, um
Sie von ihren Kindern zu trennen? Warum ist ihre Politik motiviert von Haß
auf bestimmte religiöse Gemeinschaften? Das ist nicht vereinbar mit dem
Grundgesetz. Was würden Sie tun, wenn ich in Ihrer Heimatstadt in der
Stadtmitte öffenltich auf der Straße predige? Das Gesetz gibt mir die
Freiheit, dies zu tun!
Der Hausunterricht muß in Deutschland dringend legalisiert werden. USA und
europäische Nachbarn, selbst Frankreich, haben da mehr Freiheit. Und die
Deutschen sind zu sehr an "Vater Staat" gewöhnt, der angeblich die Kinder
besser erziehen kann als die Eltern. Behandeln Sie die Kinder in Bayern
nicht wie Staatseigentum! Die Eltern sind verantwortlich vor Gott für die
Erziehung der Kinder. Tyrannischer Altruismus seitens der Regierung brauchen
wir nicht. Es ist schon ekelhaft genug, daß die Einstellung gegenüber
Hausunterricht in Deutschland heute die gleiche ist wie damals unter Hitler,
der ebenso ein straffes, staatliches Schulsystem wollte und Hausunterricht
als "zersetzend" für den totalitären Staat betrachtete. Wann werden wir
endlich die Mentalität des totalitären Staates überwinden? Gerade im
Bildungswesen herrscht heute in Deutschland ein großer Nachholbedarf. Ich
leber als Deutscher zur Zeit in den USA und meine Tochter wird zu Hause
unterrichtet. Wenn ich nach Deutschland zurückkomme, wird der Hausunterricht
fortgesetzt. Meine Tochter ist mir zu kostbar, um sie den Wertezerstörern,
Sexualverziehern, liberalen Lügnern und linken Ideologen in der öffentlichen
Schule zu überlassen. Was werden Sie konkret tun, um die Elternrechte der
"Zwölf Stämme" zu schützen? Auf Ihre Stellungnahme würde ich mich freuen.
In der Liebe Jesu verbunden,
Ingo Breuer
Imagekampagne Paderborn: Christenverfolgung dient nicht dem Image. Ein E-Mail mit denm gleichen Wortlaut ging außerdem an
Sehr geehrter Herr Zelder,
auf der Webseite der Stadt Paderborn sah ich einige Infos über Ihre
Imagekampagne und fand den Slogan "Paderborn überzeugt". Diesbezüglich habe
ich einige kurze Ideen, die Ihnen hilfreich sein mögen.
1. Momentan tut sich die Stadt Paderborn sehr großen Schaden an ihrem Image,
da sie unschuldige Christen verfolgt, die ihre Kinder im Hausunterricht
schulen. Es ist nicht richtig, mit welch unmenschlichen und geradezu
totalitären Methoden der Kreis Paderborn diese christliche Familien
einschüchtert: Zwangsgelder, Ordnungsamt, angedrohter Sorgerechtsentzug,
usw. Die Eltern haben berechtigte Gründe ihre Kinder nicht dem Umfeld der
öffentlichen Schulen auszusetzen, wo etliche Dinge unterrichtet werden, die
einem christlichen Weltbild nicht entsprechen. Die Schulbehörden in
Paderborn müssen sehen, daß diese Eltern gemäß ihrer grundgesetzlich
garantiereten Glaubensfreiheit ihre Kinder zu Hause unterrichten.
Heimschulen sind erfolgreich. Hier sind einige aufklärende Links:
http://www.schuzh.de
www.homeschooling.de
2. "Paderborn überzeugt" - nach diesem Motto wollen nun die Schulbehörden
mehrere baptistische Familien davon "überzeugen", ihre Kinder dorthin zu
schicken, wo ihnen allerlei Gottlosigkeiten beigebracht werden. In
Grundschulen sollte nicht über "Sexualität" gesprochen werden. Sie können
einem 8jährigen die Unzucht eintrichtern, die heute die hedonistische Kultur
dominiert. Und nun wollen die Paderborner die Baptisten mit Zwangsmethoden
"überzeugen". Ich denke, da gehen die Paderborner Behörden ein wenig zu
weit. Ansatt ihre Energie damit zu verschwenden, Christen in einem
Rechtsstaat mit GeStaPo-Methoden zu verfolgen, sollten sie doch besser
sehen, daß die Heimschulen in Deutschland auf ein solides gesetzliches
Fundament kommen!
Wenn Paderborn sein Image verbessern will, dann tun Sie bitte alles, um die
Drangsalierung von christlichen Familien zu stoppen.
Danke für ihre Aufmerksamkeit. Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Breuer
E-Mail die NRW-Bildungsministerin: Bildung und Innovation.
Sehr geehrte Frau Schäfer,
es wird sehr viel von Reformen im Bildungswesen gesprochen, aber in einem
Kernbereich in Sachen Schule und Bildung hinken wir immer noch hinterher und
arbeiten mit überholten, mittelalterlichen Konzepten. Wann wird in
Deutschland der Heimschulunterricht legalisiert? Seit Anfang 2004 ist NRW
fleißig damit beschäftigt, sein Image zu besudeln, indem neue Formen von
Christenverfolgung praktiziert werden, die die Bundesrepublik bisher noch
nicht gesehen hat. Lediglich Bayern ist schon seit längerem berüchtigt für
seine Christenverfolgung.
Sorgerechtentzug, Beughaft, Zwangsgelder, Kindesentzug, Polizeieinsätze usw.
sind quasi GeStaPo-Methoden. Kurz über lang muß es im Bildungswesen einige
Innovationen geben. Der Heimschulunterricht durch Eltern kann ebenso die
Schulpflicht erfüllen. Oft werden christliche Heimschulfamilien als
"Schulverweigerer" diffamiert. Das stimmt nicht. Sie verweigern ihren
nichts. Sie erhalten eine gute Bildung zu Hause. Das Wort "Schulverlagerer"
wäre treffender, denn die Schule wird lediglich von einer öffentlichen
Institution in die Privatsphäre des christlichen Heims zurückgeführt.
Letztendlich muß für die Heimschulen ein solides gesetzliches Fundament
geschaffen werden. Aber wie sagte es der frühere Bundeskanzler Kohl: "Die
reaktionärste Einrichtung der Bundesrepublik ist die
Kultusministerkonferenz; im Vergleich dazu ist der Vatikan noch weltoffen."
Wie wahr, wie wahr in Bezug auf Legalisierung von Hausunterricht! Noch ein
Zitat?
US-Präsident George W. Bush sagt foldendes über Heimschulen: "Der Unterricht
zu Hause leistet einen bedeutsamen Beitrag zu diesem wichtigen Anliegen,
indem er es Eltern ermöglicht, eine aktivere und unmittelbarere Rolle bei
der Bildung ihrer Kinder zu über-nehmen." Dem kann ich als Deutscher nur
zustimmen. Das spricht vielen christlichen Eltern in Deutschland aus dem
Herzen. Der deutsche Staat hat nicht die Hoheit über den Kinderbetten. Diese
Hoheit gehört bei uns dem Herrn Jesus Christus. Bildung braucht ein
christliches Fundament. Die Bibel sagt: "Wie wird ein Jüngling seinen Weg
unsträflich gehen? Wenn er sich hält nach deinen Worten".(Psalm 119,9)"
Martin Luther bestätigt dies und sagt: "Ich habe große Sorge, die hohen
Schulen sind große Pforten der Hölle, wenn sie nicht emsig die Heilige
Schrift üben und treiben in das junge Volk." Ich habe es selber an
öffentlichen Schulen in Deutschland erlebt, daß da das Wort Gottes eher
ausgetrieben anstatt in die Herzen getrieben wird. Das darf nicht sein.
Frau Schäfer, ich appelliere an Ihr Gewissen und an Ihren Rechtssinn, daß
Sie alles tun, um die Drangsalierung der Baptisten in Paderborn zu
beendigen. Übereifrige Lokalpolitiker müssen in ihre Schranken verwiesen
werdenn. Amtsschimmel muß entfernt werden. Das Land NRW darf keine intakten
christlichen Familien zerstören. Ich stehe den Baptisten in Paderborn in
gewisser Weise nahe. Ich gehöre einer unabhängigen Baptistengemeinde an. Das
Anliegen dieser treuen Glaubenszeugen liegt mir sehr auf dem Herzen. Ich bin
auf deren Seite, wenn es darum geht, die Heimschulpraxis in Deutschland zu
legalisieren. Der deutsche Staat muß einsehen, daß er seine überalterte
Schulgesetzgebung reformieren muß. Gesetze sind nicht starr, sondern können
der Zeit angepaßt werden. Ich lobe die Arbeit, die von der
Philadelphia-Schule geleistet wird. Dort wird viel Gutes getan, um
christlichen Eltern gutes Lehrmaterial zur Verfügung zu stellen. Da ist
seitens des Staates dringender Reformbedarf nötig, damit die Arbeit von den
Philadelphia-Schulen staatlich anerkannt oder geduldet wird. Es ist nicht
recht, das gute Werk dieser Christen zu kriminalisieren. Beughaft,
Zwangsgelder, Sorgerechtsentzug sind unzumutbare Mittel in einem
Rechtsstaat. Diesbezüglich bitte ich Sie, daß solche Zwangsmethoden nicht
gegen unschuldige Menschen benutzt werden. So etwas ist beschämend für
Bayern. Innovation im Bildungswesen heißt, Heimschulen in Deutschland zu
legalisieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Breuer
PS: Sprüche 22,6^ Wie man einen Knaben gewöhnt, so läßt er nicht davon, wenn er
alt wird.
Menschenrechtsverletzungen: E-Mail an NRW-Bildungsministerin Ute Schäfer
Sehr geehrte Frau Schäfer,
Christen sind keine "Parallelgesellschaft". Diese Unterstellung wäre
Diffamierung. Deutschland hat ein reichhaltiges christliches Erbe durch
Reformation, Pietismus und Täufertum erhalten.
Da die öffentlichen Schulen Gottes Wort keinen Raum geben und christiche
Werte verdrängt haben, ist es doch logisch, daß sich echte Christen nach
Bildungsalternativen umsehen.
GG, Aritkel 6 (2) "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht
der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung
wacht die staatliche Gemeinschaft."
Aufgrund dieses Gesetzes haben Eltern zuerst die Verantwortung über die
schulische Bildung der Kinder und nicht etwa der Staat. Christliche Eltern
haben also das Recht, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, und das gilt
besonders, wenn sie befürchten, daß die Kinder an öffentlichen Schulen
moralisch und charakterlich verwahrlosen, weil ihnen dort Gottes Wort
vorenthalten wird, christliche Werte von Lehrern verspottet werden,
unmoralische Lektüren gelesen werden und abgöttische religiöse Praktiken wie
etwa fernöstliche Meditation durchgeführt wird. Hinzu kommen die verkommenen
moralischen Vorstellungen äußerst linksextremer Lehrer sowie dem
entwürdigenden Sexualunterricht.
So manche Erfahrungen, die ich während meiner Schulzeit an öffentlichen
Schulen gemacht habe, möchte ich meiner Tochter ersparen. Ich werde zu Hause
unterrichten.
Deshalb fordere ich sofortige Legalisierung von Heimschulen in NRW und
Deutschland allgemein sowie eine sofortige Beendigung der Verfolgung von
Christen, die Heimschule praktizieren. Die Baptisten von Paderborn haben
sehr viel Glaubensmut bewiesen. Diese Leute möchten ein ruhiges und stilles
Leben in Gottseligkeit und Ehrbarkeit führen. Warum mischen Sie sich dort
unnötig ein? Diese Christen sollten mamn eher für ihren mutigen Einsatz
loben.
Es grüßt Sie ein Auslandsdeutscher aus der Eifel,
Ingo Breuer
Schlechtes Verhalten gegenüber "Zwölf Stämme": Brief an Bundespräsident Köhler
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
ich wünsche Ihnen vorab ein gutes neues Jahr. Ihre Ansprache zu Weihnachten hat mir sehr gut gefallen. Da war auch etwas dabei, das mich angesprochen hat. Danke auch für Ihre Bekenntnisse zum Gebet und zum Besuch des Gottesdienstes mit Ihrer Familie. In der Politik herrscht so viel Feigheit, persönlichen Glauben zu bekennen, aber da sind Sie bisher eine mutige Ausnahme gewesen. Dafür habe ich sehr viel Anerkennung.
Mir liegt jedoch eine Sache sehr schwer auf dem Herzen. Ich bin einerseits enttäuscht aber auch empört darüber, wie in Bayern die "Zwölf-Stämme"-Gemeinschaft von Behörden und gehässigen Lokalpolitikern drangsaliert wird. Das ist nicht recht, was da vorgeht. Das kann doch nicht wahr sein, daß in Deutschland "Erzwingunshaft" gegen christliche Eltern angewandt wird, die ihre Kinder liebevoll und fürsorglich zu Hause unterrichten, anstatt sie einem System preiszugeben, das ihnen emsig den Glauben wieder austreibt. Und dann die Drohung mit dem Entzug des Sorgerechts. Das sind m. E. rohe GeStaPo-Methoden. Mein Opa kann mir davon erzählen, wie die GeStaPo eines Morgens vorfuhr und dann seinen Bruder abholte, der sich weigerte, der SS beizutreten. Was ist der Unterschied zwischen damals und den jetzigen Ereignissen in Bayern?
Es ist nunmal offensichtlich, daß Christen Gründe haben, ihre Kinder nicht auf öffentliche Schulen zu schicken. "Oh wie ungleich verfahren wir mit dem armen jungen Haufen, der uns befohlen ist, ihn zu regieren und zu unterweisen, und schwere Rechnung dafür muß gegeben werden, daß wir ihnen das Wort Gottes nicht vorlegen. Wo die Heilige Schrift nicht regiert, da rate ich fürwahr niemand, dass er sein Kind hintue. Es muss verderben alles, was nicht Gottes Wort ohne Unterlass treibt. Die hohen Schulen sollen erziehen eitel hochverständige Leute in der Schrift, die da möchten Bischöfe und Pfarrherrn werden, an der Spitze stehen wider Ketzer und Teufel und alle Welt. Aber wo findet man das? Ich habe große Sorge, die hohen Schulen sind große Pforten der Hölle, wenn sie nicht emsig die Heilige Schrift üben und treiben in das junge Volk."
Wo wird an den öffentlichen Schulen emsig das Wort Gottes in das junge Volk getrieben? Eher wird es emsig ausgetrieben! Daher ist es doch logisch, warum christliche Eltern in liebervoller Fürsorge ihre Kinder selber unterrichten. Es gibt gute Organisationen, die Lehrmaterialen zur Verfügung stellen wie etwa die Philadelphia-Schule. Auch die staatlich anerkannte Deutsche Fernschule ist ein Beispiel dafür, daß jetzt die Zeit da ist, in Deutschland Heimschule zu legalisieren, um diesen Eltern weitere Schikanierung zu ersparen. Die "Zwölf Stämme" sind ja nicht die einzigen. Ich bin deutscher Staatsbürger und lebe zur Zeit in den USA. Mit meiner Frau habe ich eine Tochter. Sie hat eine Herzkrankheit. Wir beabsichtigen, sie zu Hause zu unterrichten. Wir wollen nicht, daß ihr jemand Evolution, Sexualverziehung und Bibelhaß und Rationalismus als Wahrheit aufzwingt. Wenn wir nach Deutschland zurückkommen, wollen wir die Heimschule auch dort fortsetzen. Wir sind keine Rabeneltern. Wir wollen nicht in die Illegalität gedrängt werden. Wir mußten viel durchstehen, um unsere Tochter überhaupt lebend zu erhalten wegen ihrer Herzkrankheit. Wir sind nicht bereit, sie einem öffentlichen Schulsystem zu überlassen - weder dem amerikanischen noch dem deutschen. Die Bibel macht uns klar, daß Eltern verantwortlich sind für die Bildung ihrer Kinder. Wir sind verantwortlich vor Gott und nicht vor Uncle Sam oder vor dem Vaterland.Unsere Tochter ist ein Geschenk Gottes und nicht etwa ein Geschenk von Uncle Sam oder dem deutschen Staat. Und Kinder sind kein Staatseigentum. Dieses Konzept, das Kinder vom Staat eingezogen werden müssen, damit sie "egalitär" aufwachsen, ist ein gottloses, humanistisches Konzept. Damit habe ich nichts zu tun. Schauen Sie einmal, was ich an öffenltichen Schulen in NRW erlebt habe:
Ich habe 1995 zu Jesus gefunden und bin an Ihn gläubig geworden. Da mußte ich noch bis Juni 1996 aufs Gymnasium gehen. Es war entsetztlich, was alles an Unfug in den öffenltichen Schulen durchgenommen wurde. Da kann ich mich an einiges erinnern. Perverser Schmutzfilm, der gegen Jesus aufhetzt, im Musikunterricht. Anti-Bibel-Propaganda in fast jedem Fach. Abtreibungspropaganda im Biologieunterricht mit Aufhetzung der Schüler gegen christliche Mitschüler durch feministische Lehrerin. Hänselei durch Mitschüler weil ich keine Markenjeans trug und Hosenbeine umschlug. Abiturienten kippten Eimer voll Mist vor Eingangstür eines anderen Gymnasiums. Hänselei durch Mitschüler weil ich den Religionsunterricht nicht abwählte. Spott und Verachtung durch Lehrer weil ich in einem Aufsatz geschrieben habe, daß Abtreibung dem Holocaust gleicht oder daß Rechte von Gott kommen und nicht vom Staat. Verspottung von Christen, die sich mäßig kleiden. Verspottung von Jesus Christus durch Lehrer. Aufhetzung von Schülern gegen konservative Eltern durch Alt68er-Lehrer. Lektüre im Englischunterricht vom okkulten, moralisch verdorbenen Autor Stephen King. Verachtung durch Lehrer als ich für den biblischen Schöpfungsbericht zeugte. Lehrerin führte Meditationsübung in einer Freistunde durch und drohte denjenigen, die nicht dran teilnehmen wollten. Sie seien zu intolerant. Lehrer hetzten gegen konservative christliche Personen. Usw, usw. Usw.
Herr Bundespräsident, das muß unseren Kindern erspart bleiben. Es wird meiner Tochter auf jeden Fall erspart bleiben. Aber ich will dem Herrn danken, daß er mich durch diese Zeit in den öffenltichen Schulen bewahrt hat im Glauben. Können wir etwas tun, um Hausunterricht in Deutschland zu legalisieren? Schulbehörden müssen lernen, daß sie nicht Gott zu spielen brauchen. Die Schulpflicht kann auch durch Heimschule erfüllt werden. Können wir etwas tun, um zu vermeiden, daß Heimschul-Eltern wie in Bayern nicht länger drangsaliert werden? Schluß mit Zwangsgeldern und Inhaftierung. Das ist beschämend für Bayern. Für mich selbst ist es traurig, denn hier in den USA kann ich meine Tochter zwar frei zu Hause unterrichten, aber in meinem eigenen Heimatland werde ich dafür u. U. ins Gefängnis gesperrt. Schämen soll sich jede Behörde, die meint, sie könne Familien unnötig zerreißen.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Breuer
Falls auch Sie etwa für die Legalisierung von Heimschulen in Deutschlandf tun wollen, dann können Sie mir gerne schreiben. Sie können sich auch selber an lokale Politiker und Schulbeamte wenden. In meinem Rundbrief "Christenkurier" habe ich Kontaktadressen für Protestschreiben für Sie bereit. Falls Sie abonnieren möchten, kann ich Ihnen auf Wunsch die älteren Ausgaben per E-Mail zuschicken. Es muß noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Uninformierte Christen haben schon öfters ein Eigentor geschossen, da sie unwissend Heimschule verurteilt haben, weil die Medien die Christen natürlich durch den Dreck ziehen. Heimschule ist aber in anderen Ländern ein bewährter und selbstverständlicher Bildungsweg. Die Kinder lernen zu Hause lebenslanges Lernen. Lernen darf sich nicht isoliert auf Schule beschränken. Bildung ist kein Staatseigentum. Unsere Kinder sind kein Staatseigentum. Eltern sollten Anteil an der Prägung ihrer Kinder haben. Sie haben ein natürliches Erziehungsrecht bzw. eine Erziehungspflicht! Das staatliche Bildungswesen hat auch viel Gutes an sich, aber Eltern sollen das Recht haben, "Nein" zu diesem System zu sagen. Kinder haben ein Recht darauf, außerhalb des staatlichen Systems gebildet zu werden. Sie dürfen nicht in dem engen Rahmen staatlicher Bildung eingekapselt werden, von Gott und Gemeinde isoliert werden. Stattdessen sollen Kinder frei sein, christlich sozialisiert zu werden, d. h. im christlichen Elternhaus, der Gemeinde oder sonstiger christlicher Gemeinschaften. Der Staat hat nicht das Recht, Kinder nach seinen Wünschen zu "sozialisieren". Das freche, spöttische und rebellische Verhalten vieler Kinder an öffentlichen Schulen zeugt von einer negativen Sozialisation. Die Sozialisation an öffentlichen Schulen hat oft den Charakter eines Kindes verdorben, weil das Kind einem demoralisierenden Gruppenzwang ausgesetzt ist und schon im jungen Alter einem Gewissenskonflikt ausgesetzt ist, dem es noch nicht gewachsen ist. Gesellschaftliche Sozialisation im Umfeld öffentlicher Schulen ist also auch in Frage zu stellen. Heimschule wäre eine große Bereicherung unserer Gesellschaft - eine christliche Antwort auf die nun schon seit langem anhaltende Moralzerstörung und Entchristlichung in Deutschland.
Übrigens:
Welche Einstellung hatte das Dritte Reich zu Heimschule?
Zwangsmaßnahmen gegen (gewissensbedingter) Schulpflichtverweigerer wurden gesetzlich erst seit 1938 (Reichsschulgesetz) und 1939 (Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schulen) möglich gemacht und schändlicher Weise nie explizit abgeschafft wurde. Mit Recht können wir den heutigen Politikern, die gegen "Parallelgesellschaften" aufwiegeln, sagen, daß sie sich ein wenig schämen sollen für ihre Position, denn die Idee, daß man Schulpflicht mit Zwang durchsetzen muß, kommt aus dem totalitären Nazi-Staat. So etwas hat mit dem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat, den wir Bundesrepublik nennen, nichts - aber auch gar nichts - zu tun. Die Bundesrepublik muß also zusehen, daß sie die gesetzestextlichen Altlasten von 1933-1945 restlos und ausnahmslos beseitigt.
Was die meisten übersehen:
Heimschule ist nicht ein kleines Privilieg für gewisse Christen. Heimschule ist für jeden Bürger. Nicht alle Heimschulfamilien sind bibeltreue Christen. Wer in einer Gegend wohnt, wo es nur wenig gute Schulen gibt, oder Schulen in Verruf sind, Gewalt und Unordnung an Schulen herrscht, usw., da können Eltern von Heimschule Gebrauch machen, ganz egal ob sie Christ sind oder nicht. Die Idee, daß Heimschule nur von "religiösen Fanatikern" praktiziert wird, ist eine Lüge, die aus dieser eckigen Röhre kommt, die allerlei Elektronen und Röntgenstrahlen verschießt. Und wenn es nicht der Fernseher ist, dann ist es die Angst: Aber was, wenn die Moslems zu Hause unterrichten? Grundsätzlich herrscht religiöse Freiheit in Deutschland. Ein mäßiger Moslem sollte deshalb auch Heimschule praktizieren können. Wie kann aber der Staat einschreiten, wenn radikale Moslems Jihad oder verfassungsfeindliche Inhalte lehren? Der Staat kann die Organisationen prüfen, die die Lehrmaterialien zur Verfügung stellen. Heimschul-Eltern schneidern sich die Lehrpläne ja nicht selbst zusammen, sondern sie benutzen Materialien, die von bestimmten Organisationen zusammengestellt wurden wie etwa die Philadelphia-Schule in Deutschland. Würde also eine islamische Organisation, extremistisches Material verbreiten, dann kann und muß der Staat die jeweilige Organisation dicht machen. Hier in den USA müssen Heimschuleltern jährlich einen Nachweis über geleistete Schulstunden erbringen. So sollte das auch in Deutschland sein. Die Heimschul-Jahrgänge von der 9. bis 12. Klasse müssen in den USA "college preparatory" (vorbereitend auf Hochschule) sein und können nur von Eltern gelehrt werden, die selber einen College-Abschluß haben. Würde diese Gesetzeslage in Deutschland existieren, dann wäre festzustellen, daß die wenigsten in Deutschland sitzenden Islamisten einen Hochschulabschluß haben. Sie wären also gar nicht zum Lehren qualifiziert. Es ist sonderbar, daß so viele Deutsche Angst davor haben, daß Islamisten Heimschule praktizieren würden. Die einzige Lösung dafür heißt aber nicht, Heimschule zu verbieten sondern Islamisten umgehend auszuweisen. Deportation statt Integration! Integration ist ein Wunschtraum, eine Illusion, die nicht funktionieren kann. Die Tatsache, daß die Deutschen Angst haben vor Heimschul-Islamisten, zeigt, daß es Integration nicht gibt. Würde Integration funktionieren, dann würden Sie kein Problem damit haben, wenn ein Moslem Heimschule praktiziert. Da aber die Gesellschaft durch ihre Angst beweist, daß Integration nicht funktioniert, muß sie sich einmal fragen, warum sie Leute duldet, die ihr Angst machen? Oder anders gefragt: Welche Bedrohung geht von einer christlichen Mutter aus, die ihrer Tochter Mathematik beibringt? Ist dies eine akute Bedrohung für den deutschen Staat? Ist das Unterrichten von Bruchzahlen im christlichen Heim ein gemeingefährlicher Akt? Mache ich mich zum Staatsfeind, wenn ich meiner Tochter beibringe, wie man die Vergangenheitsform in der englischen Sprache bildet? Machen sich christliche Eltern schuldig, wenn sie ihre Kinder ein Diktat schreiben lassen oder ihnen den Satz des Pythagoras erklären? Vielleicht war Pythagoras ein Baptist! Dann muß er sofort 11.000 Euro Zwangsgeld zahlen. Dann wird er sicherlich im rechtwinkligen Dreieck springen! Heimschule heißt nicht, daß Kinder von morgens bis abends Bibelverse auswendig lernen müssen. Wer das meint, der muß die Glotze abschalten, weil er von Propaganda aufs Glatteis geführt wurde. Heimschule gibt eine abgerundete Bildung ohne die unmoralischen Inhalte der öffentlichen Schulen. Ich lehre Enthaltsamkeit vor der Ehe und nicht "safe sex" und "alternative Lebensstile". Der Christ geht jungfräulich in die Ehe. Der Heimschultag wird mit Gebet eröffnet anstatt mit Geschwätz über das gottlose Fernsehprogramm von gestern. Wir werden nicht im Musikunterricht "Das Leben des Brian" gucken, sondern wir singen, lernen Noten und kultivieren eine Begeisterung für klassische, geistliche und traditionelle Musik. Schaffe ich damit eine bedrohliche Parallelgesellschaft? Ist der C-Akkord in der Musik ein gefährlicher, sektiererischer Lehrinhalt? Und jetzt kommt der Witz: Als ich mit Leuten von NRW-Schulbehörden telefonisch sprach, äußerten sie sich besorgt darüber, daß die Heimschulkinder nicht auf die Demokratie vorbereitet werden. Das ich nicht lache: In meiner 13jährigen Schulzeit an einer öffentlichen Schule in Euskirchen, wurde nicht ein einziges Mal das deutsche Grundgesetz durchgenommen. Wir mußten so manche teure Leküren bestellen, aber nie wurde das Grundgesetz vollständig gelesen oder durchgesprochen! Lediglich in Sozialwissenschaft wurden einzelne Artikel häppchenweise angesprochen. Wie soll das auf die Demokratie vorbereiten? Erst als ich zur Bundeswehr ging wurde mir erstmals eine vollständige Ausgabe des GGs ausgehändigt. In der Heimschule würde ich persönlich Grundgesetz, US-Verfassung und Unabhängigkeitserklärung unterrichten und evtl. Luthers "Freiheit eines Christenmenschen" anhängen. Im Englischunterricht haben wir monatelang in einem moralisch verdorbenen Stephen-King-Buch gelesen. Was ist daran bildend? Ich habe zu Hause die King James Bibel gelesen. Da habe ich mehr Englisch gelernt als bei Stephen King in der Schule. Als wir dann später Shakespeare gelesen haben, da waren die Vorkenntnisse über das alte Englisch sehr handlich. Diejenigen, die nur Stephen King's Englisch kannten, haben sich an Shakespeare verzweifelt die Zähne ausgebissen. Ich glaube, wenn der Herr Jesus die unbegründeten Ängste vor Heimschule in unserer Gesellschaft sehen würde, dann würde er sagen, was er so oft gesagt hat: "Fürchtet euch nicht!"
Ihr Ingo Breuer
Carthage, Tennessee