"Du hast dich in eine Wolke gehüllt, daß kein Gebet hindurchdrang." Klagelieder 3:44.

Hindernisse beim Beten


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Manchmal haben wir den Eindruck, daß unsere Gebete nicht erhört werden. Dabei ist Gott weder zu schwach, unsere Gebete zu erhören, noch ist er untreu gegenüber seinem Wort. Gott ist ja an sein Wort und den darin enthaltenen Verheißungen gebunden (Psalm 138:2). Wo liegt also das Problem, wenn wir meinen, unsere Gebete werden nicht erhört?

Manchmal wirkt Gott auf besondere Weise, die größer ist, als wir es uns vorstellen können. Die Menschen sind Gefangene ihrer eigenen Denkweise. Gott sprengt oft den Rahmen unserer Denkweise. Ein Missionar nach Israel betet, daß er ein neues Touristenvisum bekommt, um wieder nach Israel zu gehen und seine Missionarbeit weiterzumachen. Alle paar Monate muß er das Land verlassen und wieder neu als "Tourist" einreisen, weil offiziell keine Missionare nach Israel reisen können. Nun kommt es zu einem Problem und er kann nicht einreisen. Er bekommt kein Visum. Enttäuscht kehrt der Missionar zurück in die USA. Er könnte meinen, Gott habe seine Gebet für die Missionsarbeit nicht erhört. Am Tag seine Ankunft in den USA hört er in den Nachrichten, daß der Krieg zwischen Israel und Libanon begann, und er erfährt, daß libanesische Bomben unweit seiner Mietswohnung im Norden Israels einschlugen. Der Missionar, der zuerst meinte, daß Gott sein Gebet für die Missionsarbeit nicht erhörte, dankt nun Gott dafür, daß Er ihn und seine Familie durch die Umstände aus dem Kriegsgebiet herausgerettet hat.

Aber es gibt auch ein paar klare Hindernisse beim Beten. Wenn wir in diese Dinge verstrickt sind, dann können wir leicht gebetsmüde werden. Wer müssen uns also von solchen Dingen reinigen:

1. SÜNDE

"Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht erhört." Psalm 66:17.
Sünde hindert die Gemeinschaft mit Gott. Sünde muß bekannt werden. 1. Joh. 1:8-10.
"Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Greuel." Sprüche 28:9.
Es gibt Stolze, die halten sich für zu klug und zu beschäftigt, die Bibel zu lesen. Darum sind ihnen Gottes wahre Absichten und Sein Wille gänzlich unbekannt. Sie beten lediglich gemäß ihrem eigenen Dickkopf. Das ist ein Greuel.

2. SKEPSIS

"Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen." Jakobus 1:5-8.
Wer für etwas betet, aber im nächsten Moment bezweifelt, daß Gott wirklich etwas tun wird, der wird auch nicht von Gott empfangen. Skepsis ist zwar ein Charakterzug, der uns in der Gesellschaft beliebt macht, aber bei Gott nützt sie uns nicht. Sie ist nichts als eine Beleidigung Seiner Macht. Nichts ist fürchterlicher als ein Gebetsritual, daß ohne Glauben heruntergerasselt wird. Das ist ein äußerer Schein von Gottesfurcht, aber die Kraft Gottes wird verleugnet. 2. Tim. 3:5. Gefährlicher Teufelskreis: Der Skeptiker betet mit Zweifel im Herzen. Gott antwortet ihm nicht, weil er unbeständig ist. Der Skeptiker wird in seiner Überzeugung noch weiter bekräftigt, daß Gott nicht antwortet.

3. SELBSTSUCHT

"Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden." Jakobus 4:2,3.
Mit welchen Absichten beten wir? Hier ist ein besserer Weg zur Gebetserhörung:
"Und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist." 1. Joh. 3:22.
"Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, daß er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten." 1. Joh. 5:14.
Begehrlichkeit und böse Absichten können wir vermeiden, indem wir klarmachen, daß wir alles

1. im Namen des Herrn Jesus tun. Kolosser 3:17.
2. zur Ehre Gottes tun. 1. Kor. 10:31.

4. FAULHEIT

"Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?" Jakobus 2:15.
Ein Missionar in Rumänien hilft der verarmten Bevölkerung, sich selbst zu versorgen. Neben der Gemeindegründungsarbeit zeigt der Missionar den Leuten, wie sie ihre eigene Landwirtschaft führen können. Ein kleiner Traktor wird benötigt. Eine Gemeinde, die den Missionar sendet, betet nicht nur für das Anliegen, sondern schickt ihm die nötigen Mittel zur Beschaffung des Traktors.
Manche Gebete werden nicht erhört, weil wir sie selber erfüllen können. Manche Anliegen gehören nicht in die Gebetsversammlung, sondern in die Sammlung. Manche Anliegen können durch ein Gespräch oder eine Tat erfüllt werden anstatt durch Gebete. Die Gläubigen sollen gute Werke tun, die gut und nützlich sind. Titus 3:8. Es ist also falsch, wenn sich ein Christ auf die faule Haut legt und auch noch geizig wird, weil er meint, Gott könnte alles durch Gebetserhörung erledigen. Christen leben nicht wie Gott in Frankreich (Anspruchsdenken, Rundumversorgung, "Recht" auf Arbeit).

5. STREIT

"Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!" Matthäus 5:23,24.
"Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen ..." Matthäus 18:15-17. Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh zu ihm. Geh nicht zu anderen und afterrede gegen deinen Brüder. Geschwätz ist Gift für die Gemeinde. Regel es mit deinem Bruder unter vier Augen.
"Ihr Männer sollt gleichermaßen einsichtig mit eurer Frau als dem schwächeren Gefäß zusammenleben und ihr Ehre erweisen, weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid, damit eure Gebete nicht verhindert werden." 1. Petrus 3:7.
Wenn man in der Ehe nicht in geistlichen Angelegenheiten auf dem gleichen Nenner ist, dann ist das ein Hindernis im Gebet. Deshalb sollen Christen auch nur Christen heiraten. Wir sollen "im Herrn" heiraten und uns nicht ans ungleiche Joch hängen. Der unverheiratete Christ muß glauben, daß Gott einen gläubigen und gleichgesinnten Partner bereithält. In vielen westlichen Ländern wird absichtlich ignoriert, daß die Frau das schwächere Gefäß ist. Die Frucht dieser absichtlichen Blindheit sind Scheidung, Ehebruch, zerrüttete Familien, Streit, Verstaatlichung der Kinder, Geburtsmangel usw. Die Massenmedien und besonders die Werbung zeigt Männer immer häufiger als Weichlinge und Frauen als (Ver)Führer. Wer so lebt, braucht nicht zu meinen, daß Gott Gebete erhört. Als ich in den 80er Jahren aufwuchs, da wurden Männer selbst in der Werbung noch als Familienoberhaupt gezeigt. Es gab noch Kinder. Und Frauen sahen noch weiblich (Kleidung u, Haarlänge) aus. In den frühren 90er Jahren kam der Einbruch und die Ordnung wurde verdreht und vermurkst. Ich trauere um die Kinder, die heute pausenlos vor der Glotze liegen und solches Gift durch die Mattscheibe verabreicht bekommen ohne jemals von Gottes Liebe und Gnade zu hören. Wenn der Herr nicht wiederkommt, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn Europa 2030 ein islamischer Staat ist.

FAZIT:

Wer wirklich die Hindernisse beim Beten aus dem Weg räumen will, der kommt nicht darum herum, politisch korrekte und moderne Denk- und Lebensweisen über Bord zu werfen. In der Ehe muß Übereinkunft herrschen (1. Kor. 7:5). Unter Glaubensgeschwistern muß Übereinkunft herrschen (Matthäus 18:19,20). In der Beziehung zu Gott muß Übereinkunft herrschen (Jak. 4:6-8).