Fälschung oder Wahrheit?

Im deutschsprachigen Raum gibt es heutzutage eine Menge Bibelübersetzungen. Lutherbibel 1545,1912,1984, Gute Nachricht, Hoffnung für Alle, Einheitsübersetzung, Schlachter, Elberfelder, Neue-Welt-Übersetzung, Kürzinger usw. Kann man all diesen Übersetzungen zutrauen, daß es sich um verläßliche Übertragungen des Urtextes der Bibel handelt? Aus welchen Manuskripten besteht der Urtext der Bibel? Gibt es Fälschungen? Kann man modernen Bibelübersetzungen vertrauen?

Hiermit soll gezeigt werden, wie Satan das Wort Gottes angreift. Leider scheint vielen Christen nicht bewußt zu sein, daß der Teufel nicht nur offensichtlich Gottloses, sondern auch äußerlich fromme Menschen benutzen kann. Ja, der Feind hat "falsche Apostel" und er selbst verstellt sich zum Engel des Lichtes (2. Kor. 11:13,14). Die Verdorbenheit der Pharisäer und Sadduzäer zu Jesu Zeiten ist ein genaues Muster für die Verdorbenheit, die der Teufel heute in religiösen Kreisen anstiften will. "Christliche" Schulen und Gemeinden werden von teuflischen Einflüssen angegriffen, und leider fallen allzu viele darauf herein. Nicht nur war die "Lehre der Pharisäer und Sadduzäer" (Mt. 16:6-12) nicht richtig - ihr ganzer Umgang mit dem Wort Gottes war falsch. "Vergeblich aber ist's, daß sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot . Ihr verlasset Gottes Gebote und haltet der Menschen Aufsätze von Krügen und Trinkgefäßen zu waschen; und desgleichen tut ihr viel. ... Wohl fein habt ihr Gottes Gebot aufgehoben, auf daß ihr eure Aufsätze haltet." (Markus 7:7-9)
Wo moderne Übersetzungen mit den umseitig genannten Beispielen nicht übereinstimmen, stammen sie von einem verfälschten griechischen Text. Obwohl die Mehrheit aller griechischen Manuskripte diese Stellen enthalten und nur ein paar sie auslassen, haben diese wenigen Handschriften doch einen großen Schaden angerichtet. Grundsätzlich gibt es nur zwei Hauptquellen für alle griechischen Handschriften: die einen folgen dem reinen Text, wie Gott ihn eingab; die anderen folgen einem Text mit Verfälschungen.
"Denn wir sind nicht wie die vielen, die das Wort Gottes verfälschen, sondern als aus Lauterkeit und als aus Gott reden wir vor Gott in Christo." (2. Kor. 2:17) Die Bibel berichtet, daß Satan das Wort Gottes schon verfälschte, bevor das Neue Testament überhaupt fertig war. Die Fußnoten in vielen Ausgaben, ob ein Vers "in den ältesten und besten Manuskripten ..." steht, allein sind also keine Garantie für Genauigkeit. Diese Tatsache wird von textkritischer "Wissenschaft" oft unterschlagen und zusätzlich durch das Zeugnis "frommer Gelehrter" verschleiert. "Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr Herr, daß ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sodnern nach dem wort des Herrn, zu hören (Amos 8:11). Das reine Wort des Herrn wird verworfen und durch textkritische Erkenntnisse ersetzt.
Was sagt die Bibel darüber, wo Gottes Wort zu finden ist? Apg. 6:1-10 "... Da riefen die Zwölfe die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es taugt nicht, daß wir das Wort GOttes unterlassen und zu Tische dienen. Darum, ihr lieben Brüder, sehet unter euch nach sieben Männern, die ein gut Gerücht haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir bestellen mögen zu dieser Notdurft. Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Worts. Und die Rede gefiel der ganzen Menge wohl, und erwähleten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von Antiochien. Diese stelleten sie vor die Apostel und beteten und legten die Hände auf sie. Und das Wort GOttes nahm zu, und die Zahl der Jünger ward sehr groß zu Jerusalem. Es wurden auch viel Priester dem Glauben gehorsam. Stephanus aber, voll Glaubens und Kräfte, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heißet der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete."
Die ersten Ältesten werden gewählt. Unter diesen Männern "voll heiligen Geistes und Weisheit" sind Brüder aus "Antiochien". Ihnen widerstehen gottlose Männer, die in Zusammenhang stehen mit "Alexandrien" in Ägypten. In der Bibel ist Ägypten ein Bild für die Welt und für Knechtschaft des Volkes Gottes.
Apg. 11:19-26 "Die aber zerstreuet waren in der Trübsal, so sich über Stephanus erhub, gingen umher bis gen Phönizien und Zypern und Antiochien und redeten das Wort zu niemand denn allein zu den Juden. Es waren aber etliche unter ihnen, Männer von Zypern und Kyrene, die kamen gen Antiochien und redeten auch zu den Griechen und predigten das Evangelium vom HErrn JEsu. Und die Hand des HErrn war mit ihnen, und eine große Zahl ward gläubig und bekehrete sich zu dem HErrn. Es kam aber diese Rede von ihnen vor die Ohren der Gemeinde zu Jerusalem; und sie sandten Barnabas, daß er hinginge bis gen Antiochien, welcher, da er hinkommen war und sah die Gnade GOttes, ward er froh und ermahnete sie alle, daß sie mit festem Herzen an dem HErrn bleiben wollten. Denn er war ein frommer Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens. Und es ward ein groß Volk dem HErrn zugetan. Barnabas aber zog aus gen Tarsus, Saulus wieder zu suchen. Und da er ihn fand, führete er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei der Gemeinde ein ganzes Jahr und lehreten viel Volks; daher die Jünger am ersten zu Antiochien Christen genannt wurden."
Die verfolgten Jünger wurden zerstreut, gingen nach Antiochien, predigten, und viele "bekehrten sich zu dem Herrn." Barnabas wurde nach Antiochien geschickt und holte später den Apostel Paulus (Saulus) zu sich. Paulus schrieb unter der Führung des Heiligen Geistes viel vom Neuen Testament. Da er ein ganzes Jahr in Antiochien lehrte, standen ihnen sicher viele Kopien der Schrift zur Verfügung. Die große Anzahl der Handschriften aus Antiochien gibt davon Zeugnis. Über den Eifer dieser Christen sagt die Bibel, daß "die Jünger am ersten zu Antiochien Christen genannt wurden."
Apg. 13:1-3 Es waren aber zu Antiochien in der Gemeinde Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, mit Herodes dem Vierfürsten erzogen, und Saulus. Da sie aber dem HErrn dieneten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. Da fasteten sie und beteten und legten die Hände auf sie und ließen sie gehen.
Das ist ein beeindruckendes Zeugnis für die Geistlichkeit der Gemeinde zu Antiochien. Der Heilige Geist wirkt mächtig, indem Er die ersten Missionare aus dieser Gemeinde beruft.
Heute gibt es zwei Familien von griechischen Manuskripten: eine aus Alexandrien in Ägypten, die andere aus Antiochien. Warum sollte ein bibeltreuer Christ in Ägypten nach dem wahren Wort Gotte suchen?
Eine Schule für Philosophie in Alexandria, Ägypten ist für die Veränderungen im Bibeltext verantwortlich. Im 2. Jahrhundert v. Chr. gründete der Philosoph Pantaenus diese Schule, eine heidnische Institution! Ihr dritter Leiter war Origenes, der heute von jenen Christen geehrt wird, die "Höhere Bibelkritik" lieben. Die drei korruptesten Manuskripte z. B. sind von dieser Schule beeinflußt: "Alexandrinus" (A), "Sinaiticus" (Aleph) und "Vaticanus" (B).
Als das Neue Testament immer mehr verbreitet wurde, konnten diese Philosophen dem Wunsch nicht widerstehen, Autoritäten in Fragen des neuen Textes zu werden. Sie beschafften sich ein Exemplar und strichen die Dinge, die ihren Vorstellungen nicht entsprachen. Viele Grundlehren des christlichen Glaubens, z. B. die Gottheit und das Blutopfer Jesu Christi, wurden angegriffen.
Der griechische Text aus Antiochien hat mehrere Namen: antiochischer Text, Textus Receptus, Mehrheitstext. Dieser Text wurde von einfachen Meschen benutzt, geschrieben auf leicht zerfallbarem Papyrus, während der alexandrinische Text meist auf Tierhäute geschrieben wurde und daher sehr haltsam war.
Moderne Bibelausgaben nennen die alexandrinischen Manuskripte die "ältesten" und deshalb "die besten." Welche Manuskripte erhalten blieben, sagt nichts aus über ihre Genauigkeit oder Gottes Segen auf dem Text oder wie sehr sie von den Gläubigen benutzt wurden.
Die Unterschiede zwischen den alexandrinischen Texten sind enorm: Allein in Markus gibt es zwischen B und Aleph 652 Abweichungen, zwischen B und D sind es 1944. In den vier Evangelien zusammen stimmen und Aleph 3000 Mal nicht überein! A, B, Aleph und C sind 13281 Mal verschieden - soweit zur Genauigkeit der Textfamilie aus Alexandrien! Zwischen B und dem Textus Receptus gibt es 7578 Unstimmigkeiten; zwischen Aleph und Textus Receptus sind es 8972.
Während die alexandrinischen Manuskripte sich monumental unterscheiden, gibt es beim Textus Receptus verblüffende Übereinstimmungen. Bei einem Zusammentragen von etwa 5000 Fragmenten, Papyri, usw. unterscheiden sich Stephanus, Beza, Elzivier und Erasmus nur 252 Mal in allen 27 Büchern des Neuen Testaments!
Der ekklektische Text Nestles "Novum Testamentum Graece" macht die Sache noch komplizierter. Er ist eine Kombination aus allen erhältlichen Manuskripten und folgt keinem Text konsequent. Ein Beispiel ist Koloser 1:14. Während die 25. Ausgabe von Nestles Text das griechische Wort für "Blut" noch enthält, ist es in der 26. Ausgabe gestrichen. Sollen wir annehmen, daß Gott Sein Wort im Einklang mit Nestles Revisionen ändert?
(Nach Pastor D. Trosclair, B.D., Th. M.)

Die korrupten Manuskripte wurden unter Kaiser Konstantins unheiliger Staatskirche benutzt. Später wurden die korrupten Manuskripte aus Alexandrien auch von Jerome - einem Kirchenvater der Katholiken - benutzt zur Erstellung der lateinischen Bibel "Latina Vulgata". Mit der englischen Revised Standard Version begann die Flut moderner Bibelübersetzungen. Auf einem Komitee für die Übertragung der Revised Version haben zwei Männer - die Gesinnungskatholiken Westcott und Hort - dafür gesorgt, daß die korrupten Manuskripte aus Alexandrien anstatt des Textus Receptus als Grundlage für die "neue und bessere" englische Bibel akzeptiert werden sollen. Seitdem gibt es immer mehr korrupte Bibelversionen - auch im deutschsprachigen Bereich. Die Revisionen der Lutherbibel machen Kompromisse mit alexandrinischen Manuskripten und auch die revidierte Elberfelder Übersetzung weist zahlreiche Versverstümmelungen vor.
Die Aussagen der Bibel und Textvergleiche zeigen, daß die Bibeln die besten sind, die von dem Textus Receptus (aus Alexandrien stammend) übersetzt wurden. Im deutschen ist das die alte Lutherübersetzung (1545), die Lutherbibel 1912 Buona Novella (1998 revidiert) und die Schlachter-Bibel 2000. Die herausragende Vertreterin ist die englische "King James Bible".

Lies die Bibel, die Gott segnet und der Teufel bekämpft!

"Wissenschaftler staunen, wie sehr Kinder dem Äußeren ihrer Eltern durch ein paar Mikronen gleichen. Es gibt meterlange Formeln, die den komplexen genetischen Code für 60 Billionen hoch differenzierter Zellen enthalten. Wenn Gott den Schlüssel zu unserem vergänglichen irdischen Leben in eine so komplexes und perfektes Format gesteckt hat, kann man sich dann vorstellen, wie genau der Schlüssel zum ewigen Leben - gleich werden dem Ebenbild seines Sohnes - ist? Wie auch bei genetischem Code löst eine einzige Änderung eine Kette von Veränderungen aus, die das "Neugeborene" den Eltern unähnlich statt ähnlich macht. Das Verändern, Hinzufügen und Weglassen in den neuen Übersetzungen hat die Gesundheit des Leibes Christi beeinflußt und ihn schrittweise vom Bildnis Gottes weggefürt."
(G. A. Riplinger in "New Age Version", Macedonia, Ohio, 1993)

Umseitig ist eine Liste zahlreicher Wörter, Verse und Versteilen aus dem Textus Receptus der alten Lutherbibel, die in modernen Übersetzungen verändert oder ausgelassen werden.

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