|
Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
In Lukas 2:14 lesen wir diesen bekannten Ausspruch der himmlischen Heerscharen, die nebst dem Engel die Geburt Christi in der Stadt Davids bezeugten. In vielen Weihnachtskarten ist dieser Ausspruch auch zu einer Art Floskel der Nettigkeit geworden, und auch so mancher Politiker, der sich sonst nicht um die Bibel schert, vergreift sich ab und zu aus Versehen an diesem Vers: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Was hat das eigentlich zu bedeuten? Was ist das für ein Friede? Alle reden ja vom Frieden, aber kein Mensch wagt sich von der Ehre Gottes zu reden. Die Engel und die himmlischen Heerscharen sprachen zu den Hirten in der Gegend bei Nacht. Als sie die Botschaft hörten, gingen sie eilends zur Krippe, um Jesus zu sehen. Die Hirten und lobten und priesen Gott und erzählten es weiter, daß Israels Messias da war.
Alles der Reihe nach!
Was wirklich hinter diesem Ausspruch der himmlischen Heerscharen steckt, sehen wir, wenn wir die Reihenfolge beachten:
- Erstens: Ehre sei Gott in der Höhe!
- Zweitens: Frieden auf Erden!
- Drittens:Den Menschen ein Wohlgefallen
Diese Reihenfolge dürfen wir nicht vertauschen, und wir haben auch nicht das Recht, einen dieser Punkte auszulassen. Die Menschen von heute wollen den "Frieden auf Erden", aber bitte ohne Gott die Ehre zu geben. Sie meinen, sie hätten einen Anspruch auf Gottes Wohlgefallen, aber bitte ohne ihm irgendwelche Ehre zu zollen. Wir müssen die Reihenfolge beachten. Wenn wir Gott die Ehre geben, dann werden wir Frieden haben und wir werden untereinander und mit Gott Wohlgefallen haben. Alles der Reihe nach: Gibst du Gott nicht die Ehre, so bekommst du keinen Frieden und wirst auch kein Wohlgefallen finden - weder vor Gott noch vor den Menschen. Wohlgefallen gibt es nicht ohne Frieden und Frieden gibt es nicht ohne Gotte Ehre!
Alles umgekehrt!
Die Reihenfolge in Gottes Ordnung ist entscheidend. Wir dürfen nichts vertauschen. Aber genau dessen sind wir schuldig. Gott sagt: die Bibel ist ein inspiriertes und unfehlbares Buch. Der sündige Mensch behauptet das Gegenteil. Gott sagt: Ich bin der Schöpfer! Der sündige Mensch sagt: Alles ist durch Evolution entstanden! Gott sagt, daß er diese Welt zerstören will mit Feuer, um einen Neuen Himmel und ein Neue Erde zu schaffen. Der sündige Mensch will an der alten Erde festhalten und sie mit Hilfe internationaler Organisationen selber "retten". Gott sagt, daß Israel sein auserwähltes Volk ist. Sündige Menschen haben in allen Zeitaltern antisemitische Massaker verübt. Jesus sagt: Ich komme wieder! Die sündigen Menschen leben, als ob Jesus niemals wiederkommen würde. Gott sagt, daß wir aus Glauben ohne Werke gerettet werden können. Sündige Menschen erfinden Religionen, mit denen man ohne Glaube allein aus Werken gerettet werden kann. Gott sagt, der Mensch ist ein verderbter Sünder. Der sündige Mensch sagt, daß der Mensch im Kern gut ist. Wir sehen also, daß der Mensch die Tendenz hat, alles Göttliche umzudrehen, um dann das Gegenteil zu behaupten. Sein Herz ist voller Rebellion!
Der falsche Friede
Nun will der sündige Mensch hingehen und für den "Frieden auf Erden" eintreten, obwohl sein Herz voll ist mit Rebellion. Er hat keinen Frieden mit Gott. Er hat womöglich keinen Frieden mit seiner Ehefrau oder mit seinen Kindern. Er hat keinen Frieden mit seinen Arbeitskollegen, denn da vergleicht man sich untereinander und jeder will der Beste sein auf Kosten des anderen. Was die Bibel in Galater5,26 sagt - Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, einander zu entrüsten und zu hassen. - interessiert ihn nicht im geringsten. Er hat auch keinen Frieden mit seinem Nachbarn, denn der hat mehr Besitz und Reichtum. Das 10. Gebot Gottes interessiert diesen sündigen Menschen nicht im Geringsten. Dort heißt es in 2.Mo20,17: Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat. Trotzdem will dieser sündige Mensch, der keinen Frieden hat in seinem Leben, für den "Frieden auf Erden" - den Weltfrieden und die internationale Sicherheit (UN-Charta)- eintreten durch politisches Engagement, internationale Organisationen, usw. Ist das nicht absurd? Der sündige Mensch will es nicht kapieren: Es gibt keinen Frieden ohne den Friedefürsten und der heißt Jesus Christus. Siehe Jesaja 9:5,6! Der sündige Mensch, der keinen wahren Frieden kennt, macht sich lächerlich, wenn er allerlei politische Friedensveträge unterzeichnet und sie sowieso nicht hält. Jesus sagt uns doch, daß der Friede der Er gibt, nicht der Friede ist, der die Welt gibt. Aber davon will der sündige Mensch nichts wissen. Er will ein Gutmensch sein und Frieden schaffen, ohne zuerst das Sündenproblem zu lösen. Der sündige Mensch besuchte nämlich eine Universität, wo ihm von verkehrten Gelehrten eingebleut wurde, daß es so etwas wie Sünde nicht gäbe.
Zwei Reiche
Jesus Christus muß dem Menschen zuerst einmal inneren Frieden bringen, denn der sündige Mensch ist geistlich tot. Er muß von neuem geboren werden. Joh3,3: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Mein Freund, bist Du von neuem geboren. Du wirst nie inneren Frieden haben mit deiner alten sündigen Natur. Durch den Geist Gottes mußt du von neuem geboren werden. Rö14,17: Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geiste. Das Reich Gottes ist die geistliche Herrschaft Gottes über die Menschen. Er regiert durch den Heiligen Geist. Durch ihn wirst du wiedergeboren und durch ihn bist du Teilhaber an dem inneren Frieden und der Freude. Epheser 2:14 sagt, daß Christus unser Friede ist. Du mußt an ihn glauben mit Deinem Herzen. Hirnglaube ist toter Glaube. Herzensglaube ist das, was Gott wohlgefällt. Röm10,9,10: Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, daß er der HERR sei, und glaubst in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig. Durch das Reich Gottes werden Menschen also geistlich erneuert und erfahren Frieden von innen. Aber das ist noch nicht alles. Die Bibel spricht auch vom Himmelreich! Das ist ein physisches, sichtbares Reich. Offb 11,15: Und der siebente Engel posaunte: und es wurden große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsers HERRN und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das ist mehr als nur ein geistliches Reich. Hier geht es um einige radikale Veränderungen in der Geopolitik, um es brav zu sagen. Lk1,31-33: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der HERR wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein. Ist das schon vollständig erfüllt? Nein! Jesus wurde geboren und er wird der Sohn des Höchsten genannt. Das ist erfüllt! Aber der Thron Davids ist ihm noch nicht gegeben und er ist noch nicht König, und das Königreich ohne Ende ist noch nicht da. Das ist noch unerfüllte Prophetie! Das Himmelreich, von dem allein im Matthäusevangelium gesprochen wird, ist also ein sichtbares, irdisches Reich. Es ist das messianische Friedensreich, das auch als das Tausendjährige Reich Christi bekannt ist. Der Begriff "Tausendjähriges Reich" wurde von den Nazis schwer mißbraucht und zwar in einem solchen Maß, daß sich Christen heute schämen, das Wort zu gebrauchen. Das ist eine Schande! Aber die Bibel prophezeit ein Millennium in Offenbarung 20. Jedoch wir der König Jesus Christus sein. Es wird kein arisches Reich sein. Es wird das wiederhergestellte Königreich Israel sein. Jeder Christ, der meint, Gott sei am Ende mit den Juden, hat seine Bibel nicht gelesen. Römer 11 ist eines dieser vernachlässigten Kapitel. Gott wird seine Verheißungen an Israel nicht verlassen. Röm11,29: Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. Israel wird als Nation gerettet! Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis (auf daß ihr nicht stolz seid ): Blindheit ist Israel zum Teil widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben steht: "Es wird kommen aus Zion, der da erlöse und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Römer 11:25,26. Die christliche Kirche hat nicht das Recht, sich die Prophezeiungen über ein wiederhergestelltes Königreich Israel selbst einzuverleiben. Israel und Gemeinde sind zwei separate Institutionen. Gott warnt vor Stolz unde Hochmut gegenüber den Juden in Römer 11:20,25. Martin Luthers Theologie, die die Juden einseitig als Christus-Mörder darstellt, ist unbiblisch. Bei all dem Guten, das Luther getan hat, muß man ihm aber trotzdem anlasten, daß er in vielen Dingen viel zu sehr den Denkweisen der Römischen Kirche anhing. Luthers Verhältnis zu den Juden und zu den Täufern, zu denen wir unabhängigen Baptisten zählen, war ziemlich mies. Luther hat die Reformation nicht zum Ziel geführt. Er gründete eine unbiblische Staatskirche, die noch viele Irrtümer der Römischen Kirche protestlos übernahm. Zu dem Glaubensmut der Täufer konnte sich Luther nicht durchringen, weil ihm das gute Leben als Schützling reicher Fürsten lieb war und er die Anerkennung der intellektuellen Kreise (die Humanisten) verloren hätte, wenn er sich zu den Täufern gestellt hätte. Aber wenigstens konnte der Herr Luthers Bibelübersetzung gebrauchen, um unter den Täufern eine mächtige Erweckung zu bewirken.
Es ist also wichtiger, auf Gottes Wort zu hören als auf Luthers Schriften. Amen! Um es nochmal zusammenzufassen: Durch das Reich Gottes wird der Mensch innerlich erneuert durch eine Wiedergeburt. Er macht Frieden mit Gott und erfährt den Frieden Gottes, solange er echte Gemeinschaft mit Gott pflegt. Durch das Himmelreich - das messianische Friedensreich - wird Jesus Christus selber nach seiner Wiederkunft auf Erden für 1000 Jahre herrschen, um über die restlichen Heidenvölker zu richten, um Israel zu segnen, um Gerechtigkeit und Frieden auf die Erde zu bringen. Wir müssen recht teilen (2. Tim. 2:15) zwischen den zwei Reichen oder wir geraten in Verwirrung. Wenn wir also von "Ehre sei Gott in der Höhe, Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen" zur Weihnachtszeit hören, dann denken wir besser einmal an diese zwei Reiche.
Ohne Frieden mit Gott keinen Frieden mit Menschen.
Wenn wir die Reihenfolge aus Lukas 2:14 einhalten, dann erkennen wir auch, daß wir ohne Gott zu lieben auch keine echte Menschenliebe haben werden. Sag mir, wie du zu Gott stehst, dann sag ich dir, wie du zu den Menschen stehst. Willst du Gott nicht ehren, wirst du Menschen nicht lieben können, denn sie sind Gottes Geschöpfe. Gibst du Gott aber die Ehre, die ihm gehört, dann ist dein Herz in dem rechten Zustand, andere zu lieben. Das ist das biblische Prinzip. Das erste und vornehmste Gebot ist was? "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst?" Falsch! Das ist nicht das erste und vornehmste Gebot! Versuch nicht schon wieder Gottes Ordnung umzudrehen. Wie lautet die göttliche Reihenfolge:
Mk12,29 Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor allen Geboten ist das: "Höre Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger Gott;
Mk12,30 und du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften." Das ist das vornehmste Gebot.
Mk12,31 Und das andere ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Es ist kein anderes Gebot größer denn diese.
Erst Gott lieben, dann die Menschen. Erst "Ehre sei Gott in der Höhe", dann "Frieden auf Erden". Warum? Ohne Gott würde es keine Menschen geben. Siehe 1. Mose 1! Ohne Gott würde es keine Liebe geben (1. Joh. 4). Gott ist Liebe! Der moderne Humanist kann es nicht ertragen, daß Gott zuerst kommt! Ich habe schlechte Nachrichten für euch Humanisten: Der Mensch ist nicht das A und O! Die Welt dreht sich nicht um den Menschen. Der Mensch ist ein Sünder, abgetrennt von Gott durch Rebellion, und seine einzige Chance auf Rettung ist die unverdiente Gnade Gottes. Einen Trost habe ich jedoch für euch Humanisten: Weil Gott der Erste ist, ist der Mensch nicht automatisch das Letzte! In Offb. 22:13 steht, daß Jesus der Erste und der Letzte ist!
Ohne ein gesundes Verhältnis zu Gott gibt es kein gesundes Verhältnis zu Menschen. Wenn Menschen Gott ablehnen, dann enden die Menschen in einem Zustand, wie er in der vorsintflutlichen Welt herrschte. Jeder tut, was ihm gefällt ohne Rücksicht auf den anderen. 1. Mose 6 beschreibt den Menschen, wie er vor der Sintflut in Bosheit und sexueller Unzucht lebt. Die Bibel prophezeit vorsintflutliche Verhältnisse in der Endzeit. Siehe Mt. 24! Das wird passieren, weil die Menschen Gott nicht die Ehre geben, die ihm gehört.
Dreimal vertauscht, dreimal dahingegeben.
In Römer 1:18-32 lesen wir, wie die Welt wieder in vorsintflutliche Verhältnisse geraten wird. Dort wird von Menschen geredet, die Gott erkannten, aber ihn nicht als Gott geehrt und gedankt haben (Rö. 1:21). Das klingt also wie unsere Gesellschaft, die ein intellektuelles Wissen von Gott hat, aber weder Herzenserfahrung noch Heilsgewißheit hat. Die Leute von heute wissen etwas von Gott, aber sie ehren ihn nicht als ihren persönlichen Herrn und Heiland! Die Bibel fordert: "Ehre sei Gott in der Höhe, dann der Friede." Der moderne Mensch sagt "Keinerlei Ehre sei Gott. Das wäre doch die Höhe. Laßt mich gefälligst in Frieden!" Und wie in Römer 1:21,22 vorhergesagt, werden diese Menschen nichtig in ihrem Denken und halten sich für weise und werden doch zu Narren. Genau damit haben wir es heute zu tun! Sie halten sich für weise und meinen, sie wissen es besser als Gott, bis das Gott ihnen den Teppich unter den Füßen wegreißt und sie alle auf ihr freches Maul fallen. Was ist der fundamentale Fehler dieser Menschen? Lesen Sie Römer 1:23,25,26! Was fällt ihnen auf? Dreimal wird hier das Wort "vertauschen" benutzt. Die Menschen, die Gott keine Ehre geben wollen, tun folgendes:
- Sie vertauschen die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit einem Bild, das den Geschöpfen gleich ist. = Götzendienst
- Sie vertauschen die Wahrheit Gottes mit der Lüge und beten Geschöpfe statt den Schöpfer an. = Selbstbetrug
- Sie vertauschen den natürlichen Verkehr zwischen den Geschlechtern in widernatürlichen gleichgeschlechtlichen Verkehr und entehren sich selbst und treiben Schande. = Homosexualität
Nun studieren Sie die Verse Römer 1:24,26,28. Was erkennen Sie nun?
Jedesmal wenn der Mensch die Ordnung Gottes vertauscht, reagiert Gott, indem er die Menschen dahingibt. Wer Gottes Ordnung vertauscht, der wird in Unordnung dahingegeben.
- Gott gibt sie den eigenen Begierden ihrer Herzen dahin.
- Gott gibt sie ihren entehrenden Leidenschaften dahin.
- Gott gibt sie einer unwürdigen Gesinnung dahin zu verüben, was sich nicht geziemt.
Fazit: Wer Gott nicht ehrt, der entehrt sich selbst und seinen Nächsten. Lies Dir einmal die Liste mit 23 Sünden durch, in die die Menschen verwickelt werden, die Gott nicht ehren und sich selbst für weise halten. Lies Römer 1:29-32. Über diese 23 Sünden hat ein Pastor hier ein Carthage, Tennessee eine sehr gute Predigt gehalten. Vielleicht brauchst du diese Predigt auf CD. Gerne brenne ich dir diese englischsprachige Botschaft auf CD und schick sie dir zu. Geh auf's Kontaktformular und schreib mir. Nochmal: Wer Gott nicht ehrt, der entehrt sich selbst und seinen Nächsten. Wer Gottes Ordnung vertauscht, der wird seiner eigenen Verderbtheit dahingegeben. Dabei gibt Gott uns doch bessere Aussichten, wenn wir zu Ihm aufschauen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Die Sündenliste aus Römer 1:29-32 klingt nicht gerade wie Wohlgefallen, oder was meinst du? Wenn das Sündenproblem des Menschen nicht durch die Gnade Gottes geheilt wird, gibt's keinen Frieden. Auffällig ist auch, daß Gott sich den Menschen nicht aufzwingt. Wenn sie ihn ablehnen, dann gibt er sie einfach dahin. Er überlässt sie eine Zeit sich selbst, bis sie entweder bußfertig umkehren oder er sie im gerechten Gericht (Rö. 2:4-6) wiedersieht, wo sie ihren Lohn empfangen werden. Der Vater des verlorenen Sohnes hat genauso gehandelt. Als der Sohn den Vater ablehnte und um sein Erbteil bat, versuchte der Vater nicht verkrampft, den Sohn zurückzugewinnen, sondern er gab ihn seinen eigenen Begierden und seiner eigenen Gesinnung dahin, bis er die schlimmen Konsequenzen seiner Ablehnung erlitt und sich entschloß, von selbst zurückzukehren.
Gemeinde: Ein Ort der Ehre Gottes!
"Dem aber, der überschwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." Epheser 3:20,21.
Wer also die Reihenfolge aus Lukas 2:14 einhalten will, der kommt nicht an der Gemeinde vorbei. Sobald die Hirten die Worte der himmlischen Heerscharen hörten, gingen sie eilends los zur Krippe, wo sie Jesus sahen und Gott lobten. Anschließend verkündeten sie dies in den umliegenden Orten. Heute leben wir im Zeitalter der christlichen Gemeinde, durch die Gott ein Volk für seinen Namen versammelt. Dort soll Gott verherrlicht werden; dort soll Gott gelobt werden; und von der Gemeinde ausgehend soll das Evangelium verkündigt werden. Was ist das Evangelium? Die Botschaft von der Krippe in Bethlehem? Nein! Die Botschaft von dem Tod, dem Begräbnis und der Auferstehung Christi.
1.Kor15,1 Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, des Evangeliums, das ich euch verkündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet,
1.Kor15,2 durch welches ihr auch selig werdet: welchergestalt ich es euch verkündigt habe, so ihr's behalten habt; es wäre denn, daß ihr umsonst geglaubt hättet.
1.Kor15,3 Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich empfangen habe: daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift,
1.Kor15,4 und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift,
Achten Sie auf die Verben, die ich unterstrichen habe. Die zeigen ihnen, was wir mit dem Evangelium zu tun haben. Durch die Botschaft von der Krippe kann kein Floh gerettet werden. Aber die Botschaft von Kreuz und Auferstehung kann einen verlorenen Sünder in eine neue Kreatur umwandeln! Vorsicht also vor denen, die in so manch moderner, liberaler Kirche die Krippe für das zentrale Symbol des Christentums halten und nicht das Kreuz. Die Kraft zur Erlösung kommt allein durch Kreuz und Auferstehung, denn in der Krippe hat Jesus nicht für unsere Sünden bezahlt, sondern am Kreuz. In der Krippe fand Jesus leibliches Leben. Aber im Grab fand Jesus, das auferstandene Leben und einen verklärten Leib. Das ist es, was auch uns verheißen ist. Lies den Rest von 1. Korinther 15! Wir dürfen niemals vergessen: Die Botschaft vom Kreuz ist wichtiger als die Botschaft von der Krippe. Die Botschaft von der Krippe ist rührselig, aber die Botschaft vom Kreuz rettet verlorene Sünder! Die Botschaft von dem Tod, dem Begräbnis und der Auferstehung ist das Herz der Gemeinde, denn die Gemeinde ist der Leib Christi. In diesem Leib werden diejenigen vereint, die mit Christus gestorben sind und mit ihm erweckt sind zu neuem Leben.
Heiliger Geist oder Geist der Weihnacht
Wer Gott alle Ehre in der Höhe erweisen will, muß sich vor folgenden Versuchungen bewahren. In unseren Breitengraden weihnachtet es oft so sehr, daß vor lauter Weihnachten, Christus vergessen wird. Als Christus geboren wurde und die Engel den Hirten erschienen sind, da sind die Hirten nicht einfach davongelaufen ins nächste Einkaufszentrum, um sich mit endlosen Weihnachtseinkäufen selbst zu verarmen. Nein, sie sind sofort zu Jesus in der Krippe gegangen. Weihnachten, oder besser gesagt, das Christfest sollte sie zu Christus führen. Wenn es irgendetwas an Weihnachten gibt, das sie von Christus abhält, dann sollten sie umgehend dieses Problem entfernen. Der Heilige Geist und der Geist der Weihnacht sind nicht ein und dasselbe. Wenn Christen die Versammlungen in der Gemeinde versäumen, weil sie so beschäftigt sind mit vorweihnachtlichen Aktivitäten, dann kann doch irgendetwas nicht stimmen mit diesem Weihnachten. Wenn Weihnachten doch zu Christus führen soll, dann sollte es letztlich auch in die Gemeinde führen, denn sie ist der Leib Christi! Weihnachten sollte nicht in die Kneipe, nicht in die Disko, nicht in die Einsamkeit, nicht in Famillienstreit, sondern zu Jesus Christus und zu seiner Gemeinde führen und alles, was dem im Weg steht, ist unnötiger Ballast. Leg mal den Ballast ab!! Studiere Hebräer 12:1! Wir tragen zu viel weihnachtlichen Ballast mit uns herum. Leider habe ich schon von Gemeinden gehört, die Missionaren im Dezembermonat die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Arbeit verweigert haben, weil die Mitglieder so beschäftigt sind mit Weihnachtseinkäufen. Ehre sei Gott in der Höhe??? Weil bei Kaufhof süßer die Kassen nie klingeln, haben diese weltverliebten "Christen" keinen Cent übrig für einen Misisonar, der Unterstützung braucht, um aufs Missionsfeld zu kommen. Stellen Sie sich vor, das wäre zur Zeit der Apostelgeschichte geschehen: Paulus kommt von seiner ersten Missionsreise zurück zur Gemeinde nach Antiochia, und die Gemeinde sagt dem Paulus: "Komm erst gar nicht zu uns mit deiner Mission. Wir sind noch zu beschäftigt mit Weihnachtseinkäufen. Vielleicht nächsten Monat haben wir Zeit für dich." Mission ist wichtiger als Weihnachten. Die Führung des Heiligen Geistes ist wichtiger als der "Geist der Weihnacht". Wir dürfen den Geist Gottes nicht dämpfen durch den "Geist der Weihnacht". Anstatt Geld für unsinnige Geschenke und teuren Krimskrams zu verschwenden, sollten wir lieber an Mission geben. Das ist biblisch. Studiere 2. Korinther 8 und 9. Wieder zwei von den vernachlässigten Kapiteln! Da geht es um die Gnade des Gebens. Zur Weihnachstzeit wird viel vom "Geben" geredet. Biblisches Geben dient der Hilfeleistung und der Unterstützung von Mission. Nicht für den Einkauf von Kitsch! Die Hirten, die zur Krippe Jesu kamen, machten sich sofort auf den Weg, um Missionsarbeit zu treiben:
Lk2,17,18 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.
Beim "ersten Weihnachten" bei der Geburt Christi gingen die Hirten sofort hin und breiteten das Wort aus. Sollte Weihnachten heute nicht eher dazu gebraucht werden, das Wort Gottes auszubreiten anstatt es überall einzudämmen? Breite das Wort vom Herrn aus! Erzähl den Leuten nichts vom Weihnachtsmann. Nirgendwo steht geschrieben: Ehre sei dem Weihnachtsmann in der Höhe und Geschenke auf Erden und den Menschen ein gieriges Raffen nach mehr, mehr, mehr! Gib Gott die Ehre, indem du dich auf Jesus konzentrierst. Ich habe Angst um diejenigen, die dem Weihnachtsmann mehr Ehre geben als Gott. Halten wir die Reihenfolge der Ordnung Gottes ein:
- Ihm gebührt alle Ehre in der Höhe, erst recht in der Gemeinde. Wer Gott nicht ehrt, entehrt den Menschen.
- Empfängt Gott die Ehre, die ihm gebührt, so haben wir Frieden durch das Reich Gottes und wenn Jesus wiederkommt, dann auch im messianischen Friedensreich.
- Erst wenn wir Frieden haben, haben wir auch Wohlgefallen miteinander. Mit Sünde und Bosheit im Herzen kann kein Mensch Wohlgefallen erlangen. Glauben Sie also nicht denjenigen, die mit wohlgefälligen Worten schmeicheln, deren Herz aber schwarz wie Dreck ist.
Ehre sei Gott!
|